Prozess zu Untreue am Landgestüt Warendorf eingestellt

Nordrhein-Westfälisches Landgestüt

Prozess zu Untreue am Landgestüt Warendorf eingestellt

  • Vorwurf der Vorteilsnahme und Untreue
  • Berufungsverfahren vor Landgericht Münster
  • Geldauflagen für Ex-Beschäftigte

Der jahrelange Streit um Untreue und Vorteilsnahme am Landgestüt in Warendorf ist nun juristisch zu Ende. Das Landgericht Münster hat ein Berufungsverfahren gegen drei ehemalige Führungskräfte gegen Geldauflagen eingestellt. In dem Rechtsstreit ging es um teure Reisen ins Emirat Katar und möglicherweise ungenehmigte Nebengeschäfte.

Reisen und Privatgeschäfte

Der ehemaligen Leiterin des Landgestüts, ihrem Stellvertreter und dem Hauptausbilder war vorgeworfen worden, sich privat bereichert zu haben. Sie sollen mit ihren Ehepartnern Reisen zu einem Turnier in Katar unternommen haben. Die luxuriösen Aufenthalte hätten sie sich bezahlen lassen.

Blick über die Schulter eines Mannes auf vier Menschen, die an einem Prozesstisch sitzen

Vor dem Landesarbeitsgericht scheiterten die Ex-Beschäftigten

Außerdem sollten sie laut Anklage an den Beziehungen des Landgestüts zu Katar privat verdient haben. Als Landesbedienstete hatten die Gestütsleiterin, ihr Verwaltungsleiter und der Hauptberittmeister dafür extra eine private Gesellschaft gegründet. Die Kündigungen der drei Ex-Beschäftigten aufgrund der Vorwürfe hatte das Landesarbeitsgericht für rechtmäßig erklärt.

Schuldfrage ungeklärt

Im Strafverfahren hatte das Amtsgericht Warendorf die Angeklagten im Februar vergangenen Jahres zu Geldstrafen zwischen 3.300 und 6.400 Euro verurteilt. Dagegen waren sie in Berufung gegangen. Mit der Verfahrenseinstellung am Mittwoch des Landgerichts ist das hinfällig. Die Beschuldigten müssen jetzt noch zwischen 2500 und 1500 Euro zahlen. Die Schuldfrage bleibt damit aber ungeklärt.

Stand: 22.01.2020, 15:13