Urteile zu Kindesmisshandlung in Dorsten vertagt

Die beiden Angeklagten mit ihren Anwälten

Urteile zu Kindesmisshandlung in Dorsten vertagt

  • Kleinkind schwer misshandelt
  • Mutter und Lebensgefährte angeklagt
  • Urteil erst im Januar

Im Prozess wegen schwerer Misshandlung eines Kleinkindes in Dorsten hat das Landgericht Essen am Mittwoch (19.12.2018) den erwarteten Urteilsspruch verschoben. Es seien noch rechtliche Details zu erörtern. Eine 24-jährige Mutter aus Dorsten und ihr 25-jähriger Lebensgefährte aus Marl sind angeklagt, weil sie den inzwischen dreijährigen Sohn der Frau gequält haben sollen.

Hohe Haftstrafe gefordert

Die Staatsanwaltschaft hat elf Jahre Haft für Mann und vier Jahre für die Mutter gefordert. Der mehrfach Vorbestrafte war nach Ansicht der Anklage der Haupttäter. Er hat das im Prozess vor dem Landgericht Essen allerdings bestritten. Die 24-jährige Mutter habe ihren kleinen Sohn in der Wohnung in Dorsten nicht geschützt.

Kleinkind lebensgefährlich verletzt

Nach Zeugenhinweisen hatten Sozialarbeiter das Kind in der Wohnung des Paares gefunden - es hatte lebensgefährliche Verletzungen. Im Krankenhaus wurden eine Schädelblutung, Brüche und Brandwunden festgestellt. Außerdem war der Junge unterernährt. Das Urteil in dem Fall soll jetzt in knapp drei Wochen gesprochen werden.

Stand: 19.12.2018, 13:34