Rothaarhütte: Angeklagter bestreitet Brandstiftung

Brandruine einer Wanderhütte / gestohlenes Mädchenfahrrad

Rothaarhütte: Angeklagter bestreitet Brandstiftung

  • Dritter Verdächtiger vor Gericht
  • Vorwurf: Schwere Brandstiftung
  • Rothaarhütte wieder aufgebaut

In Siegen hat am Dienstag (13.03.2018) der Prozess gegen den dritten mutmaßlichen Brandstifter der Rothaarhütte begonnen. Dem 26-Jährigen wird schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Vor Gericht bestritt der Angeklagte am Dienstag, die Rothaarhütte auf der Oberndorfer Höhe bei Kirchhundem-Heinsberg in Brand gesteckt zu haben. Zwei andere Täter, 18 und 20 Jahre alt, wurden bereits im Januar 2018 zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Einer von ihnen sagte am Dienstag im Zeugenstand, er selbst habe die Gardinen in der Hütte angezündet. Damit gilt der dritte Angeklagte nicht mehr als Haupt-, sondern als Mittäter.

Diebstähle und Sachbeschädigungen

Genau wie die beiden bereits Verurteilten soll der 26-Jährige außerdem an vielen Diebstählen und Sachbeschädigungen im gesamten Siegerland beteiligt gewesen sein.

An Pfingsten 2017 war die Rothaarhütte in Brand gesteckt worden. Das beliebte Ausflugsziel wurde völlig zerstört.

Rothaarhütte wieder aufgebaut

Die neu aufgebaute Rothaarhütte bei Heinsberg im Sauerland

Die neu aufgebaute Rothaarhütte bei Heinsberg im Sauerland

Mittlerweile steht die Rothaarhütte wieder. Seit März 2018 bewirten Besitzer Helmut Schwarzpaul und seine Frau dort wieder Wanderer und andere Gäste.

Die Rothaarhütte sei sein Lebenswerk gewesen, berichtete er vor Gericht. Darum habe er sie wieder aufgebaut. Da nur das Gebäude versichert war, musste er noch viel Geld für das Inventar und die Außenanlagen investieren.

Stand: 13.03.2018, 13:29