Prozess wegen Erpressung eines Pastors aus Anröchte

Amts- und Landgericht in Paderborn

Prozess wegen Erpressung eines Pastors aus Anröchte

  • Familie wollte Geldspende zurück
  • Pastor verweigerte die Rückgabe
  • 15.400 Euro erpresst haben

Vor dem Landgericht Paderborn hat am Montag (15.06.2020) ein Prozess gegen zwei Männer aus Geseke und Anröchte begonnen, die einen Pastor in Anröchte im Kreis Soest bedroht und erpresst haben sollen. Er soll an die beiden Angeklagten knapp 15.400 Euro gezahlt haben.

Geldspende zurück gefordert

Die Familie der beiden Angeklagten hatte an die Kirchengemeinde knapp 400 Euro gespendet. Doch im September 2019 wollte die Familie ihre Spende wieder zurück. Der Pastor weigerte sich aber, das Geld zurückzuzahlen.

Anklage: Fast 40-facher Geldwert erpresst

Daraufhin sollen die 30 und 32 Jahre alten Angeklagten gedroht haben, den Mann umzubringen. Aus Angst zahlte der Pastor - sogar noch weitere 15.000 Euro, nachdem die Angeklagten ihn mit einer Schreckschusspistole bedroht haben sollen.

Hinweis: In einer früheren Version hatten wir berichtet, dass der Prozess in Paderborn stattfindet, weil das Erzbistum dort seinen Gerichtsstand hat. Das war nicht korrekt. Bei dem Verfahren ist kein Priester des Erzbistums Paderborn, sondern eine Baptistengemeinde betroffen, teilte uns das Erzbistum am Montagnachmittag mit.

Stand: 15.06.2020, 17:18