Paderborn: Bewährungsstrafe für bekifften Busfahrer

Prozess: Busfahrer unter Drogen 00:26 Min. Verfügbar bis 10.01.2021

Paderborn: Bewährungsstrafe für bekifften Busfahrer

  • Urteil: Bewährungsstrafe ausgesetzt
  • 30 Schülerinnen und Schüler im Bus, mehrere verletzt
  • Mann war unter Drogeneinfluss gefahren

Der Busfahrer, der im April des vergangenen Jahres in Lichtenau (Kreis Paderborn) einen Unfall gebaut hat, ist am Freitag (10.01.2019) zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Mann war unter Cannabis-Einfluss gegen einen Baum gefahren – mit einem Linienbus, der Schülerinnen und Schüler an Bord hatte.

Viele der 30 Insassen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Bus wurde erheblich beschädigt. Es war nur Glück, dass nicht mehr passiert sei, waren sich Richter, Staatsanwalt und Verteidigung im Prozess einig.

Gefährdung des Straßenverkehrs in Kauf genommen

Das Amtsgericht Paderborn verurteilte den 44 Jahre alten Fahrer zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr – wegen fahrlässiger Körperverletzung und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Strafe ist zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss der Mann 2.000 Euro Strafe zahlen.

Das Urteil fällt damit höher aus, als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Der Richter betonte, damit auch ein Signal setzen zu wollen. Zu den Bewährungauflagen gehört auch, dass der Mann Kontakt zu einer Suchtberatung aufnimmt.

Das Gericht geht davon aus, dass der Mann regelmäßig Drogen konsumiert. Deshalb verurteilte sie ihn auch wegen vorsätzlicher Gefährdung im Straßenverkehr, er habe die Gefährdung in Kauf genommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stand: 10.01.2020, 16:00