Prozess wegen versuchten Mordes in Telgte

Ein Mann geht in ein Gebäude mit weißem Eingangsbereich

Prozess wegen versuchten Mordes in Telgte

  • Vorwurf der Brandstiftung in eigener Wohnung
  • Erstes Urteil wegen versuchten Mordes
  • Verurteilung durch Bundesgerichtshof aufgehoben

Ein 21-Jähriger aus Telgte muss sich seit Dienstagmorgen (20.08.2019) wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Im Oktober 2017 soll er in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer gelegt haben. Ziel der Brandstiftung war ein Versicherungsbetrug, stellte das Gericht in einem ersten Urteil im vergangenen Jahr fest.

Bewohner im Haus

Verurteilt wurde der 21-Jährige wegen schwerer Brandstiftung und sechsfachen Mordversuchs zu einer mehrjährigen Jugendstrafe. Zum Zeitpunkt des Feuers befanden sich nämlich sechs weitere Bewohner in dem Haus. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, obwohl einige von ihnen bereits geschlafen hatten.

Einwand gegen Mordversuch

Der Bundesgerichtshof hat das erste Urteil aber aufgehoben. Sein Einwand: Der Angeklagte habe selber die Feuerwehr gerufen, der Vorwurf des Mordversuches sei daher fragwürdig. Das Landgericht muss nun neu entscheiden.

Stand: 20.08.2019, 16:39