Provinzial-Fusion verzögert sich

Die Hauptverwaltung der Versicherungsgurppe Provinzial.

Provinzial-Fusion verzögert sich

  • 1800 Mitarbeiter warten auf Entscheidung
  • Große Belastung für die Mitarbeiter
  • Fünfter Fusionsversuch der Provinzial Nordwest

Eigentlich sollte die geplante Fusion der beiden Provinzial-Versicherungen Nordwest und Rheinland in diesem Jahr über die Bühne gehen. Jetzt heißt es, der Prozess könnte sich bis weit ins nächste Jahr ziehen. Für die rund 1.800 Mitarbeiter an den Standorten Münster und Düsseldorf heißt es darum weiter warten.

Gespannte Ruhe aber keine Angst

Angst vor einer Fusion habe niemand. Vielmehr herrsche eine gespannte Ruhe. Denn niemand wisse so recht, was auf ihn zukomme, sagt Wilhelm Beckmann vom Gesamtbetriebsrat in Münster. "Das ist natürlich auch eine große Belastung für die Koleginnnen und Kollegen".

Streit um Wert der Unternehmen

Die Eigentümer - darunter der Sparkassen- und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe - hatten eine Fusion für dieses Jahr angekündigt. Aber sie sind sich mit ihren Verhandlungspartnern im Rheinland nicht einig, was die beiden Konzerne jeweils wert sind. Das ist bei einer Fusion aber die entscheidende Frage.

Versicherer wäre unter Top-Ten

Das neue Unternehmen soll als Aktiengesellschaft geführt werden. Sitz der Holding soll Münster sein, dort sind 1.800 MItarbeiter beschäftigt. Durch den Zusammenschluss entstünde einer der zehn größten Versicherungskonzerne in Deutschland. Für die Provinzial Nordwest ist es inzwischen der fünfte Fusionsversuch.

Stand: 24.10.2019, 16:05