Gewerkschaft äußert Kritik an geplanter Provinzial-Fusion

Ein großes Gebäude aus Beton und Glas steht hinter einer Skulptur im Vordergrund sind Bäume und Sträucher

Gewerkschaft äußert Kritik an geplanter Provinzial-Fusion

  • Aufsichtsgremien müssen noch zustimmen
  • Konzernstandorte bleiben erhalten
  • 6 Milliarden Euro Beitragsvolumen

Die Interessen der Beschäftigten spielten bei den Verhandlungen über eine Fusion offenbar keine Rolle, so die Gewerkschaft. Für die beiden Versicherungsunternehmen arbeiten insgesamt rund 5.600 Menschen.

Fusion soll im Januar 2019 erfolgen

Die Anteilseigner der beiden Provinzial-Versicherungen hatten am Dienstag (04.09.2018) Eckpunkte der geplanten Fusion veröffentlicht. Demnach soll die Vereinigung der beiden Unternehmen zum 1. Januar 2019 erfolgen. Die Verwaltungs- und Aufsichtsräte der beiden Versicherungsgesellschaften sollen dazu in Kürze ihre Zustimmung geben.

Größter öffentlicher Versicherer

Durch eine Fusion der beiden Häuser entstünde der größte öffentliche Sach- und Lebensversicherer mit einem Beitragsvolumen von fast sechs Milliarden Euro. Anteilseigner der beiden Unternehmen sind Sparkassenverbände und kommunale Landschaftsverbände.

Standorte sollen erhalten bleiben

Ein großes Gebäude mit vielen Glasfenstern und einer großen Einganzgstreppe

Auch Standort in Düsseldorf soll erhalten bleiben

Die bisherigen Konzernzentralen in Münster, Düsseldorf und Kiel sollen weitgehend erhalten bleiben. Die Holding des fusionierten Instituts soll in Münster und der Sitz des gemeinsamen Sachversicherers mit dem Vertriebsgeschäft in Düsseldorf angesiedelt werden. In Kiel soll der Sitz einer Lebensversicherung und der Provinzial Nord Brandkasse AG sein. Die Aktivitäten in Rheinland-Pfalz, insbesondere in der Hauptniederlassung Koblenz, seien zumindest beizubehalten.

Neue Fusionspläne der Provinzial

WDR 2 05.09.2018 00:52 Min. WDR 2

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Stand: 05.09.2018, 15:05