Mobbing und Personaldruck im Altenheim Greven

Viele Demonstranten halten Plakate in die Höhe

Mobbing und Personaldruck im Altenheim Greven

  • Schwere Vorwürfe gegen Geschäftsführer
  • Hilferufe bislang ohne Konsequenzen
  • Gang vor das Arbeitsgericht problematisch

Rund 50 Mitarbeitende des Altenheims Gertrudenstift in Greven sind am Donnerstag (12.09.2019) auf die Straße gegangen. Ihr Protest richtete sich gegen den Geschäftsführer. Sie fühlen sich von ihm ausgenutzt und schikaniert.

Hilferufe blieben bislang erfolglos

Träger des Altenheims mit 100 Bewohnern ist die katholische Kirchengemeinde Sankt Dionysus in Nordwalde. Diese hatte vor zwei Jahren das Haus Marienfried und das Gertrudenstift in Greven übernommen. Die Mitarbeitenden hatten sich an die Kirchengemeinde gewendet. Sie verständigten auch die zuständige Pflegekasse, die Aufsichtsbehörde und das Bistum.

Keine Reaktion vom Geschäftsführer

Dem WDR liegen mehrere Beschwerdebriefe von Beschäftigten vor. Darin ist unter anderem von Mobbing, schikanösen Einzelgesprächen, extremer Arbeitsverdichtung und hoher Fluktuation die Rede. Sogar der Verdacht des Leistungsbetrugs wird geäußert. Doch die Beschwerden hatten bisher keine Konsequenzen. Da es sich um einen katholischen Betrieb handelt, hat die gewählte Mitarbeiter-Vertretung nicht die Möglichkeit, vor das Arbeitsgericht zu ziehen. Der Geschäftsführer hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Auch auf eine Interview-Anfrage des WDR reagierte er nicht.

Stand: 12.09.2019, 19:29