Trotz Verbots weiterhin Prostitution in Ostwestfalen-Lippe

Obwohl die Prostitution in der Pandemie seit zwei Monaten verboten ist und strenge Kontaktbeschränkungen gelten, geht sie auch in Ostwestfalen-Lippe offenbar weiter.

Auf einschlägigen Online-Portalen bieten zahlreiche Prostituierte in OWL trotz Verbots weiterhin ihre Dienste an. Das Bielefelder Ordnungsamt und die Polizei haben die Situation nach eigenen Angaben im Blick und kontrollieren die bekannten Adressen regelmäßig; das nächste Mal in dieser oder der kommenden Woche, hieß es auf WDR-Anfrage.

Viele Kontrollen in Bielefeld

Vom Lockdown im vergangenen Frühjahr bis November gab es allein in Bielefeld insgesamt 25 Kontrollen wegen illegaler Prostitution. Für die anstehenden Nachforschungen sammeln die Behörden derzeit Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung. Auch im Internet wurden die Kontrolleure fündig.

Bordelle geschlossen

Auch in Paderborn hat es in diesem Monat eine Kontrolle gegeben. In Gütersloh wiederum war laut Stadt vergangenes Jahr der Weiterbetrieb eines Bordells aufgeflogen; die Stadt verhängte ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Stadt Herford schreibt, die einschlägigen Etablissements seien aktuell geschlossen. Es fehlte derzeit wegen der Pandemie aber an Personal und Zeit, aufwendig im Netz wegen illegaler Prostitution im Kreisgebiet zu recherchieren.

Beratungsstelle: Prostituierte sind in Not

Die Prostituierten- und Ausstiegsberatung "Theodora" in Herford verweist auf die schlechte Lage der Prostituierten. Wer angemeldet sei, bekomme Hartz IV, die anderen dagegen nichts.