Neues Prostituiertenschutzgesetz: Erste Bordelle in OWL schließen

Neues Prostituiertenschutzgesetz: Erste Bordelle in OWL schließen

Wegen neuer gesetzlicher Vorgaben haben in OWL erste Bordelle geschlossen. In zwei Fällen ist laut dem Kreis Lippe Betreibern in Bad Salzuflen die Genehmigung verwehrt worden. Unter anderem, weil ein Bordell in einem Wohngebiet lag.

Unter anderem, weil ein Bordell in einem Wohngebiet lag, gab es dafür keine Genehmigung mehr. Bordellbetreiber müssen nämlich seit dem 1. Januar dieses Jahres mehr Auflagen erfüllen. Das sieht das Prostituiertenschutzgesetz vor.

Demnach dürfen die Bordellbetreiber nicht einschlägig vorbestraft sein, und die Räume brauchen ein Notrufsystem. Außerdem dürfen Prostituierte nicht in ihrem Arbeitszimmer gleichzeitig wohnen und schlafen, für viele Bordelle ein Problem.

Wenige neue Konzessionsanträge

Deshalb haben bis heute erst wenige Bordellbetreiber, zum Beispiel in Bielefeld, Konzessionsanträge gestellt. Im Kreis Herford wurden nur für die Hälfte der bekannten Etablissements Unterlagen eingereicht. Im Ordnungsamt dort geht man davon aus, dass mehrere Betriebe wegen der hohen Anforderungen schließen werden.

Stand: 16.01.2018, 10:26