Vorfahrt für Radler auf Münsters Promenade

Die Fahrradfahrer sollen an den Querungsstellen des Promenadenrings rund um Münsters Innenstadt Vorfahrt bekommen

Vorfahrt für Radler auf Münsters Promenade

  • Zunächst vier Straßen im Blick
  • Auch größere Umbauten nötig
  • Radverkehr nimmt weiter zu

Die Stadt Münster plant erhebliche Erleichterungen für Radfahrer: Auf der Promenade sollen sie ab dem kommenden Jahr schrittweise Vorfahrt bekommen. Die Promenade umschließt den Stadtkern auf einer Länge von viereinhalb Kilometern, an zehn Stellen kreuzen allerdings Straßen den Promenadenring. Bislang haben Autofahrer hier noch Vorfahrt, dass soll sich aber ändern. Dafür hat sich am Donnerstagabend (13.09.2018) der Planungsausschuss des Stadtrates ausgesprochen.

Schilder allein reichen nicht

Radfahrer sollen zeitsparender und bequemer zur Arbeit oder zur Uni kommen. Die geänderte Vorfahrt zugunsten der Fahrradfahrer soll zunächst an vier kleineren Querungen gelten. Dafür sind zunächst 600.000 Euro vorgesehen. Die übrigen sechs Übergänge sollen in einigen Jahren umgebaut werden. Dabei reicht es nach Auffassung der Stadtplaner aber nicht, die Vorfahrtregelung einfach durch Schilder umzukehren. Stellenweise dürften auch größere Umbauten nötig sein.

Bis zu 23.000 Fahrradfahrer täglich

Die Promenade ist schon jetzt eine Art Stadtautobahn für Fahrradfahrer, auf besonders frequentierten Strecken sind hier täglich bis zu 23.000 Radler unterwegs. Und in einigen Jahren werden es wohl noch mehr. Denn die Promenade ist künftig Ausgangs- beziehungsweise Endpunkt aller 13 Velorouten, die die Innenstadt mit den Außenstadtteilen und den Kommunen im Umland verbinden sollen.

Stand: 14.09.2018, 07:30