Bordelle in OWL ohne Genehmigung

Archiv/Illustration - Eine Prostituierte liegt am 23.01.2012 in Köln in einem Bordell auf einem Bett.

Bordelle in OWL ohne Genehmigung

  • Herford: Keine Genehmigungen für 24 Bordelle
  • Betriebe bleiben vorerst geöffnet
  • Sanierungspflicht für Bielefelder Bordelle

Zwei Bordellbetrieben in Bielefeld droht aktuell die Schließung. Für eine Genehmigung müssen ausreichend sanitäre Einrichtungen und ein Notrufsystem für die Frauen da sein.

Zu beiden Punkten gibt es neue Regelungen im aktuellen Gesetz. Die beiden Betriebe müssen nun nachbessern, teilte die Stadt am Dienstag (12.12.2018) mit.

15 offene Anträge im Kreis Paderborn

Im Kreis Herford sind 24 Bordelle von den Neuregelungen betroffen und haben Genehmigungen beantragt. Erteilt wurde bislang keine, weil die Verfahren laut Kreis sehr aufwenig sind.

Bis der Kreis entscheidet, bleiben die Bordelle geöffnet. Im Kreis Paderborn warten noch 15 Betriebe auf eine Erlaubnis. Zwei haben sie bereits erhalten.

Neue Regelungen seit 2017

Das neue Prostituiertenschutzgesetz gilt seit Juli 2017. Das Bundesgesetz muss von den Ländern umgesetzt werden. Mit dem Gesetz werden erstmal die unterschiedlichen Formen der Prostitution erfasst und Rechte und Pflichten für Prostituierte und Gewerbetreibende erfasst. Dazu gehören zum Beispiel auch Tantra Massagen oder Escort-Services.

Das Land NRW schätzt, dass es zwischen 25.000 und 45.000 Prostituierte in NRW gibt.

Stand: 12.12.2018, 07:57