Probleme mit belasteter Baustellenerde in OWL

Probleme mit belasteter Baustellenerde in OWL

  • Teils 50 Kilometer zur nächsten Deponie
  • Transport teuer und wenig ökologisch
  • Nur fünf spezielle Deponien in OWL

Viele Bauunternehmen in Ostwestfalen-Lippe wissen nach eigenen Angaben nicht mehr, wo sie schadstoffbelastete Erde aus Baugruben abladen können. Die Deponien dafür seien wegen des Baubooms oft voll. "Wir haben inzwischen einen regelrechten 'Deponie-Tourismus'", klagte der Bauindustrieverband OWL im Gespräch mit dem WDR am Mittwoch (19.12.2018).

Die Lastwagen müssten bis zu 50 Kilometer und mehr fahren, um ausgehobene Baustellenerde wegzubringen, teils bis nach Niedersachsen. Dieser lange Transport ist wenig ökologisch und für die Bauherren teuer, denn die Mehrkosten legen die Baufirmen auf sie um.

Spezielle Deponien für Schadstoff-Erde

Hintergrund ist, dass ausgehobenes Erdreich chemisch untersucht werden muss. Sind Schadstoffe darin, etwa weil der Boden von Industriegebieten oder dem Straßenbau stammt, kommt er auf spezielle Deponien. Doch in ganz OWL gibt es davon nur fünf.

Stand: 21.12.2018, 09:20