Inklusionspreis für Iserlohner Para-Eishockey-Trainer

Zwei Männer stehen nebeneinander, einer hält eine Urkunde in Händen

Inklusionspreis für Iserlohner Para-Eishockey-Trainer

Von Christian Hoeper

  • 21-jähriger Iserlohner bekommt Stefan-Haacke-Preis
  • Er trainiert erstes Para-Eishockey-Team Südwestfalens
  • Auszeichnung soll Ehrenamt und Inklusion fördern

Knapp 100 Menschen waren am Sonntag (16.02.2020) in Iserlohn zu Gast, als zum zehnten Mal der Stefan-Haacke-Preis vergeben wurde. Preisträger ist diesmal der 21-jährige Luca Pokorny, ehrenamtlicher Trainer der ersten Eishockeymannschaft für Gehbehinderte in Südwestfalen.

Ein Projekt aus Leidenschaft

Was mit Lucas Leidenschaft zum Eishockey und seinem gehbehinderten Bruder angefangen hat, ist zu einer Mannschaft aus sieben Spielern gewachsen: "Mein Bruder Leon spielt seit zehn Jahren Para-Eishockey, damals in Unna. Aber dann wurde die Halle geschlossen. Das nächste Team ist in Wiehl, also ist die Idee entstanden, Para-Eishockey nach Iserlohn zu holen."

Seit Anfang 2019 trainieren die "Para Young Roosters" jeden Mittwoch auf der kleinen Eisfläche in der Eissporthalle am Seilersee und haben ihre ersten beiden Testspiele gewonnen. Das nächste findet in einem Monat (21.03.2020) um 19:30 Uhr in Iserlohn statt.

Besondere Ausrüstung nötig

Zwei Eishockeyspieler sitzen in Schlitten und fahren über eine Eisfläche

Beim Para-Eishockey nutzen die Iserlohner spezielle Schlitten

Beim Para-Eishockey besteht die Ausrüstung aus einem speziellen Schlitten, Kleidung und zwei stark gekürzten Schlägern. Sie kostet pro Spieler rund 1.300 Euro. "Da wäre es natürlich schön, wenn man Sponsoren hat, die sagen: Wir zahlen euch das und wir freuen uns, dass ihr das macht."

Für die Zukunft wünscht sich der junge Iserlohner, dass seine Jungs auch bei Turnieren und in der Para-Eishockey-Liga mitspielen. "Dafür brauchen wir allerdings noch ein paar mehr Spieler", sagt Pokorny und ergänzt: "nicht nur aus Iserlohn, sondern auch aus der Umgebung - und wir heißen zwar Young Roosters, aber der Älteste ist 45 und der Jüngste zehn Jahre alt. Jeder ist hier willkommen."

Der Preis ist nach dem 2014 verstorbenen Vorsitzenden des Iserlohner Beirates für Menschen mit Behinderung, Stefan Haacke, benannt. Der Preis soll das Ehrenamt und die Inklusion fördern. Er ist mit 200 Euro dotiert.

Stand: 17.02.2020, 10:07