Bewährungsstrafe für Polizisten wegen Hundebiss

Archivbild: Ein Polizist trägt seinen Diensthund auf dem Arm

Bewährungsstrafe für Polizisten wegen Hundebiss

  • Polizeihund beißt Jugendlichen mehrfach
  • Hundeführer wegen Körperverletzung verurteilt
  • Urteil beschäftigt auch NRW-Innenministerium

Ein Diensthundeführer der Polizei ist vom Amtsgericht Brilon wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Sein Polizeihund hatte einen Jugendlichen mehrfach und heftig gebissen. Das Opfer hatte Wunden an den Armen und Oberschenkeln.

Ein Polizist mit seinem Hund im Einsatz

Archivbild: Polizeihund und Hundeführer im Einsatz

So ist das Ganze dem Urteil zufolge passiert: Der Polizist war alleine mit seinem Diensthund im Streifenwagen unterwegs, als er drei junge Männer in einem Auto verfolgte und stellte.

Der Jugendliche stieg mit erhobenen Armen aus dem Auto, um sich zu ergeben. Trotzdem biss der Hund zu. Ohne ausdrücklichen Befehl des Hundeführers, urteilte das Amtsgericht Brilon.

Das Urteil sorgt in Polizeikreisen für Diskussionen. Auch das NRW-Innenministerium und das Landesamt für Fortbildung und Personalangelegenheiten wird sich mit dieser Entscheidung beschäftigen.

Stand: 23.05.2019, 16:07