Polizei stellt Motorradunfall in Neuenrade nach

Märkische Polizei stellt Motorradunfall nach 02:33 Min. Verfügbar bis 19.06.2020

Polizei stellt Motorradunfall in Neuenrade nach

  • Fahranfänger Ende Mai schwer verletzt
  • Mangelnde Routine sei Hauptursache
  • 61 verletzte Motorradfahrer bei Unfällen im Märkischen Kreis

Die Polizei hat in Neuenrade am Mittwoch (19.06.2019) einen schweren Motorradunfall nachgestellt. Mit der Aktion wollte sie zeigen, dass solche Unfälle vermeidbar sind. Denn auf der kurvigen Strecke zum Kohlberg kracht es immer wieder.

Fahranfänger bremste im falschen Moment

Ein Motorradfahrer kommt nach innen von der Fahrspur ab

Wer Kurven falsch einschätzt, gerät leicht auf die Gegenfahrbahn

Am Mittwoch ging es um den Unfall eines 22-Jährigen Ende Mai. Damals hatte der Fahranfänger offenbar falsch eingeschätzt, wie eng die Kurve ist. Das zeigte Antonio Perla vom Verkehrsdienst der Polizei mit seinem Dienstmotorrad, mit dem er eigentlich Raser verfolgt.

Perla demonstriert: Statt sich mit seiner Maschine richtig schräg in die enge Kurve zu legen, bremste der Fahranfänger wohl und richtete das Motorrad auf. Und fuhr schließlich in die Leitplanke. Er wurde schwer verletzt, durch den Unterfahrschutz an der Leitplanke kam es immerhin nicht zu Amputationen.

Empfehlung: Fahrsicherheitstraining

Der 22-Jährige hatte damals erst seit sieben Wochen einen Führerschein und war auf einer Hochgeschwindigkeitmaschine unterwegs. "Das ist so, als ob sie einen Anfänger-Skikurs machen und direkt danach die schwarze Piste für Profis runter fahren", vergleicht es Andreas Filthaut. Der Unfall sei vermeidbar gewesen.

Er ist Leiter der Unfallvorbeugung bei der Polizei im Märkischen Kreis. Er appelliert: Unbedingt ein Fahrsicherheitstraining machen. Der Führerschein sei nur die Basis, danach müsse das Training weiter gehen. In diesem Jahr gab es im Märkischen Kreis schon 61 Motorradunfälle mit Verletzten.

Stand: 19.06.2019, 14:39