Erpressung nach Facebook-Flirt

Soziale Netzwerke im Überblick

Erpressung nach Facebook-Flirt

  • Plettenberger wurde Opfer einer "Sextortion"
  • Fremde Dame filmt sexuelle Handlungen über Webcam
  • Mann um vierstelligen Geldbetrag erpresst

Ein Mann aus Plettenberg ist Opfer einer sexueller Erpressung geworden - über das soziale Netzwerk Facebook. Der Polizei ist dieser Trick bereits bekannt. Sie bezeichnen ihn "Sextortion" und er beginnt meistens mit einem harmlosen Flirt.

Wie funktioniert die Masche?

Der Plettenberger ist von einer Frau kontaktiert worden und diese hat wohl heftig mit ihm geflirtet. Anschließend hat sie ihn dazu gebracht, "sexuelle Handlungen vor der Webcam vorzunehmen", wie die Polizei es am Donnerstag (29.11.2018) in einer Pressemitteilung ausdrückt.

Mit diesen pikanten Videos hat sie ihn dann erpresst. Sie forderte einen vierstelligen Euro-Betrag - sonst würde sie die Videos veröffentlichen. Der Mann hat sogar erst noch Geld überwiesen. Als die Betrügerin aber noch mehr Geld forderte, wandte er sich zum Glück an die Polizei.

Wie kann ich mich schützen?

Die Polizei im Märkischen Kreis rät Opfern, die Nachrichten zu fotografieren und sich bei einem Verdacht direkt an die Beamten zu wenden. Außerdem solle man "Keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen annehmen, erst recht nicht von freizügig bekleideten Frauen, die auf anderen Kontinenten leben."

Dazu sei es auch wichtig, die Datenschutz- und Privatsphäre Einstellungen in sozialen Netzwerken regelmäßig zu prüfen. Informationen wie Adresse oder Geburtsdatum sollten nicht für jeden zugänglich sein.

Hände tippen auf eine leuchtende Tastatur

Videochats sollten nur mit vertrauenswürdigen Personen eingegangen werden. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, die Chatkamera abzukleben. Schadstoff-Software kann nämlich auch unbemerkt die Kamera aktivieren.

Stand: 29.11.2018, 15:43