Erwürgter Schüler in Wenden: Staatsanwaltschaft plädiert auf Mord

Totschlag-Prozess gegen 15-jährigen Schüler

Erwürgter Schüler in Wenden: Staatsanwaltschaft plädiert auf Mord

  • Schlussplädoyers im Fall Wenden
  • 15-Jähriger soll Mitschüler erwürgt haben
  • Staatsanwalt fordert Haftstrafe und psychiatrische Unterbringung

Im Prozess gegen einen Teenager, der einen Mitschüler im Sauerland erwürgt haben soll, geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus. In ihrem Schlussplädoyer forderte die Siegener Staatsanwaltschaft am Dienstag (11.06.2019) eine Haftstrafe von acht Jahren sowie eine Unterbringung des 15 Jahre alten Angeklagten in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Verteidiger hält sechs Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge für angemessen.

Angeklagter soll in Opfer verliebt gewesen sein

Im Oktober 2018 soll der damals 14-Jährige seinen zwei Jahre älteren Mitschüler mit bloßen Händen getötet haben. Der Jüngere sei in den Älteren verliebt gewesen, aber von diesem zurückgewiesen worden. Die Tat hat sich, laut Anklage, während der Unterrichtszeit in einem Waldstück nahe der Schule in Wenden ereignet. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus.

Zum Prozessbeginn hatte der Angeklagte gestanden. Das Urteil in dem nicht-öffentlichen Prozess wird am Donnerstag (13.06.2019) erwartet.

Stand: 11.06.2019, 17:40