Pilotprojekt: Radwege auf dem Prüfstand

Ein Fahrradfahrer auf einer für Radfahrer gekennzeichneten Strasse

Pilotprojekt: Radwege auf dem Prüfstand

In Nordrhein-Westfalen wird erstmals der Zustand von Radwegen erfasst und bewertet. Das Pilotprojekt von Straßen.NRW läuft in Ostwestfalen-Lippe.

Der Zustand der Radwege entlang der Bundes- und Landesstraßen wird bei dem Pilotprojekt in OWL bewertet. Insgesamt werden rund 910 Kilometer Radweg genauer unter die Lupe genommen. Ende des Jahres soll die Erfassung beendet sein.

Überblick verschaffen

Auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen ist eine solche Zustandserfassung mit anschließender Bewertung bereits seit vielen Jahren Standard. Jetzt wird sie auf Radwege ausgeweitet. "Unser Ziel ist ein effizientes Erhaltungsmanagement. Dazu brauchen wir zunächst einmal einen detaillierten und objektiven Überblick. Wir wollen am richtigen Ort, mit dem richtigen Aufwand und zum richtigen Zeitpunkt tätig werden – auch auf Radwegen. Denn das Fahrrad gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist längst mehr als ein reines Freizeitvergnügen", heißt es von Straßen.NRW-Direktor Sascha Kaiser in einer Pressemitteilung.

Exakte Messungen

In den nächsten Wochen ist daher ein Quad-ähnliches Fahrzeug auf den ostwestfälischen und lippischen Radwegen unterwegs. Der Wagen tastet mit Lasern die Strecke durchgehend ab und erstellt so ein Längsprofil vom jeweiligen Radweg. Front- und Rückkameras auf dem Dach machen zudem alle fünf Meter Übersichtsaufnahmen des Radweges sowie der Umgebungssituation.

2021 geht es in ganz NRW los

Straßen.NRW plant, landesweit alle Radwege zu analysieren. Untersucht werden Radwege an Bundes- und Landesstraßen, Bahntrassenradwege und Radschnellwege. Diese landesweiten Untersuchungen sollen 2021 starten.

Stand: 13.10.2020, 08:50