Modellprojekt: Verbesserungen für Einwanderer im Kreis Lippe

Schlange vorm Arbeitsamt

Modellprojekt: Verbesserungen für Einwanderer im Kreis Lippe

  • Erste Jahresbilanz des Modellprojekts
  • Zwölf Modellkommunen in NRW
  • Praktische Dinge wie Führerscheine stehen im Focus

Das NRW-weite Projekt "Einwanderung gestalten" hat erste, kleine Erfolge erzielt. In zwölf Modellkommunen versuchen die Organisatoren, Probleme von Einwanderern zu lösen.

Seit einem Jahr gibt es nun das Projekt. Der Rheinisch-Bergische Kreis, Mülheim an der Ruhr, Köln, Bielefeld, Dortmund, Münster, Wuppertal, Hamm, Moers, Rheine und Dormagen und der Kreis Lippe wurden dafür als Modellkommunen ausgewählt. In diesen Kommunen soll anhand von repräsentativen Einzelfällen aufgezeigt werden, wo es bei der Organisation von Einwanderung hakt.

Anerkennung ausländischer Führerschein

Im Kreis Lippe ziehen die Verantwortlichen nach dem ersten Jahr am Montag (16.07.2018) eine positive Bilanz. Ein Beispiel sei die Anerkennung ausländischer Führerscheine.

Diese kann bis zu einem Jahr dauern. Das soll schneller gehen, fordert unter anderem Armin Schauf, Projektleiter von "Einwanderung gestalten" beim Kreis Lippe.

Praktische Tipps für die Zuwanderer

Für Berufskraftfahrer oder Einwanderer, die sich vorstellen könnten in diesen Beruf zu wechseln, sei das besonders wichtig. Sie bekommen über das Projekt Tipps. "Jeder Zuwanderer, der jetzt in Lippe einen Führerschein neu beantragt, bekommt den Hinweis, sich damit möglichst sofort auch beim Jobcenter zu melden. Dann registrieren, dass er gerade in dem Verfahren ist. Das ist besonders spannend für Berufskraftfahrer", sagt Projektleiter Schauf.

Jährlich gibt es in Lippe rund 750 Menschen, die ihren Führerschein anerkennen lassen wollen, 50 davon mit Lkw- oder Busführerschein. Sie werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht.

Das Land NRW fördert das Modellprojekte in den zwölf Kommunen mit jährlich 4,4 Millionen Euro. So soll ein systematisiertes und koordiniertes Vorgehen zwischen den kommunalen Behörden erprobt werden. Dadurch soll besser auf das Potenzial und den individuellen Bedarf eines jeden Zuwanderers eingegangen werden können.

Stand: 16.07.2018, 11:05

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