Totes Pferd in Dorsten: Keine Tierquälerei

Pferd bei Dorsten zu Tode gequält WDR aktuell 28.09.2020 03:00 Min. Verfügbar bis 28.09.2021 WDR

Totes Pferd in Dorsten: Keine Tierquälerei

Das Pferd, das vor zehn Tagen vermeintlich zu Tode gequält worden war, starb in Wahrheit eines natürlichen Todes. Das hat eine rechtsmedizinische Untersuchung des Veterinäramts ergeben.

Es soll keine Hinweise auf eine menschliche Gewalteinwirkung gegeben haben. Die Verletzungen seien nach dem Tod des Pferdes durch andere Tiere verursacht worden. Die Untersuchungen dauern aber an. Das Pferd war auf einer abgelegenen Weide in Dorsten Ende September von Passanten tot gefunden worden.

Polizei ging zunächst von Tierquälern aus

Die Polizei hatte am 29. September 2020 noch erklärt, dass unbekannte Täter in Dorsten-Holsterhausen offenbar ein Pferd auf einer Koppel zu Tode gequält haben.

Die Stute wies nach Polizeiangaben schwere Verletzungen auf. Der oder die Täter sollen dem Pferd unter anderem den kompletten Unterbauch aufgeschlitzt und ein Ohr abgeschnitten haben.

Wie erklärt die Polizei diese überraschende Wende?

Die Kreispolizei in Recklinghausen gibt zu, dass die Polizisten am vermeintlichen Tatort wohl zu einer Fehleinschätzung gekommen waren. Das Pferd ist beim Veterinäramt in Münster untersucht worden. Die Experten dort sagen, dass die Araber-Stute möglicherweise von einem Wildtier verstümmelt wurde, als sie bereits tot war.

Kein spirituelles Ritual aus dem Darknet

Die Kriminalpolizei prüfte damals unter anderem, ob es sich bei der Tat um ein spirituelles Ritual handeln könnte, zu dem im sogenannten Darknet aufgerufen wird. Ähnliche Fälle, bei denen Pferde grausam getötet wurden, seien europaweit bekannt.

Stand: 06.10.2020, 15:42