Der Pfeifenbauer aus Wenden

05:12 Min. Verfügbar bis 24.01.2023

"Andere machen Yoga, ich baue Pfeifen" - Der Pfeifenbauer aus Wenden

Stand: 24.01.2022, 10:05 Uhr

Robert Koch aus Wenden-Ottfingen ist leidenschaftlicher Pfeifenbauer. Dabei experimentiert er auch schonmal mit sehr ungewöhnlichen Materialien.

Jede freie Minute verbringt der Finanzbeamte in seiner umgebauten Garage und tüftelt an kunstvollen Pfeifen. 

„Manche meditieren, machen Yoga, ich komme halt runter, wenn ich an der Pfeife schleife oder wenn ich sie in Form bringe.“

Ein Weihnachtsmarktbesuch gibt den Anstoß

Die Leidenschaft für die besondere Holzkunst entstand bei einem Weihnachtsmarktbesuch vor sieben Jahren. Dort entdeckt er einen Stand mit Genussmitteln. Unter anderem auch Pfeifen. Robert Koch kauft sich ein Exemplar. 

„Als ich dann abends in der Werkstatt saß und mir die Pfeife genauer anschaute, wusste ich - das will ich auch können“. 

Bis zu 15 Stunden Handarbeit pro Pfeife 

Bis aus einem Stück Holz eine Pfeife entsteht, vergehen gerne mal 15 Stunden. Zeit, die Robert Koch gerne investiert. Alles in Handarbeit. 

Die von Robert Koch hergestellten Pfeifen

Pfeifen aus echter Handarbeit

„An Pfeifen fasziniert mich in erster Linie die Form, die man aus einem Stück Holz heraus schneidet, heraus sägt, um nachher die fertige Pfeife in den Händen zu halten.“

Nicht unbedingt Norm - sondern lieber extravagant. Das liegt Robert eher. 

Nutzt man normalerweise tropische Hölzer für die Applikationen, versucht sich Robert an ganz anderen Materialien.

Walrosspenis als Applikation 

„Das Kurioseste, was ich verbaut habe, ist ein Stück Walrosspenis. Der bekommt eine unheimlich geile Maserung und wenn er geschliffen und poliert ist und die in einer Pfeife eingebaut. Das ist schon was besonderes.“

Nach getaner Arbeit genießt er dann gerne auch mal seine eigenen Pfeifen.