Pausenbrot-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich

In einem Gerichtssaal sitzen zwei Anwälte in schwarzer Robe und in der Mitte sitzt ein Mann, der sich eine blaue Mappe vor das Gesicht hält.

Pausenbrot-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich

  • Zusätzlich Sicherungsverwahrung gefordert
  • Hinweise auf autistische Störung
  • Angeklagter schweigt weiter

Im Prozess um vergiftete Pausenbrote hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld am Mittwoch (27.02.2019) eine lebenslängliche Haftstrafe wegen versuchten Mordes für den Angeklagten gefordert. Außerdem plädierte der Staatsanwalt für die Unterbringung des 57-Jährigen in der Sicherungsverwahrung.

Hinweise auf Autismus

Bei dem Angeklagten gibt es Hinweise auf eine autistische Störung. In der Verhandlung am Dienstag (26.02.2019) wurde das psychiatrische Gutachten über den Angeklagten verlesen. Damit wäre zu erklären, warum er während der Verhandlung so starr und gefühllos wirkt. Die Richter wiesen den 57-jährigen Angeklagten darauf hin, dass wegen versuchten Mordes auch eine lebenslange Haftstrafe verhängt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden könnte.

Angeklagter schweigt bislang

Der 57-Jährige steht wegen dreifachen Mordversuchs vor dem Bielefelder Landgericht. Er soll während der Arbeit drei Kollegen über einen längeren Zeitraum vergiftet haben. Einer ist seitdem ein Pflegefall. Der Angeklagte hat bislang nichts zu den Vorwürfen gesagt und auch mit dem Gutachter nicht gesprochen.

Stand: 27.02.2019, 15:24

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