Wieder illegale Partys in Münster und Köln - Polizei im Dauereinsatz

Einige Feiernde haben sich an anderen Plätzen versammelt

Wieder illegale Partys in Münster und Köln - Polizei im Dauereinsatz

Trotz Glasverbots und Absperrungen haben wieder hunderte Menschen in Münster und Köln draußen gefeiert - ohne Abstand und Maske. Die Polizei war im Dauereinsatz.

Nach der Randale am Vortag mit Schlägereien und Messerattacken verlief die Nacht zum Sonntag in Münster deutlich ruhiger. Einige junge Leute hatten ihre Partys an andere Stellen im Stadtgebiet verlegt, um ungestört zu sein. Doch eine größere Feier in der Nähe des Zoos löste die Polizei schon gegen 21 Uhr auf, weil die Teilnehmer Glasflaschen dabei hatten.

Hunderte junge Leute haben am Aasee gefeiert. Zum größten Teil waren sie dazu aus dem Umland angereist. Laute Musik, Grillen und Glasflaschen sind aber verboten. Die Polizei war mit einer Hundertschaft im Einsatz.

Jugendliche wollen feiern

Die überwiegende Zahl der jungen Menschen wollte aber einfach Spaß haben. Lea und Lena-Marie aus Sassenberg wollten "endlich mal raus nach Corona, endlich mal was erleben".

Adrian aus Dülmen, der am Vorabend die Messerstecherei mitbekommen hatte, war auch am Samstag wieder da. Er hoffte auf ein friedliches Feiern.

Erneut viele Auto-Poser aus dem Umland

Autos auf einer Straße

Auch aus dem Umland kamen viele Party-Willige

Die sogenannte Autoposer-Szene, die durch Parkverbote, Verkehrskontrollen und Straßensperrungen abgeschreckt werden sollte, war auch wieder da. Ahmet kam mit seinen Freunden im BMW extra aus Neuss. Er wollte in Münster seinen Geburtstag feiern und blieb trotz langer Parkplatzsuche gut gelaunt.

Überwiegend friedlich und fröhlich

Müll auf einer Wiese

Müll bleibt nach wie vor zurück - aber weniger Glasscherben

Die Polizei schätzte die Besucherzahl in der Nacht zu Sonntag auf nur noch etwa 600 Feiernde und stellte fest: "Die Null-Toleranz-Strategie zeigt Wirkung." Der Abend verlief friedlich, es gab weniger Müll, und die meisten Besucher kamen trotzdem auf ihre Kosten.

Dauereinsatz für Kölner Polizei

Auch in Köln trafen sich am Samstagabend erneut zahlreiche Menschen draußen. Polizei und Ordnungsamt mussten in der Nacht in Köln erneut eine illegale Party beenden und mehrere Menschenansammlungen auflösen. Bis zum frühen Morgen waren Polizisten und Ordnungskräfte auch in Köln im Dauereinsatz.

Am Abend durchsuchten Beamte ein Waldstück im Kölner Norden. Dort fanden sie einen Stromgenerator, eine provisorische Bar und Getränkeflaschen. Die meisten Partygäste waren allerdings bereits geflüchtet. In der Kölner Innenstadt räumten Beamte den Brüsseler Platz. Obwohl dort ein Verweilverbot gilt, hatten sich mehrere hundert Menschen versammelt. In der Nähe blockierten Feiernde eine Straßenkreuzung. Auch dort mussten Beamte eingreifen. Nach Angaben der Polizei feierten in der gesamten Kölner Innenstadt Menschen auf den Straßen. Ein Polizist sagte, es wirke so aus als habe es Corona nie gegeben.

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Illegale Party auch in Wesseling

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei eine illegale Rave-Party in einem verlassenen Industriegebäude in Wesseling beendet. Im Kellerbereich der Haupthalle wurden zwischen 100 und 150 Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren angetroffen. Die Personen tanzten zu lauter Musik und tranken Alkohol.

Die Veranstalter nutzten eine professionelle Musikanlage samt Beleuchtung. Die Polizei beendete die illegale Party, alle anwesenden Personen erhielten Platzverweise. Es wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch sowie wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung erstattet.

Stand: 13.06.2021, 11:28

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