16. Paderborner Schachtürken-Cup

16. Paderborner Schachtürken-Cup

  • Preisgelder in Höhe von 4.000 Euro
  • Unterteilt in zwei Leistungsgruppen
  • Liveübertragung auf der Website des Schachtürken-Cups

Zum 16. Mal findet der Paderborner Schachtürken-Cup (27.12.2019-30.12.2019) statt. Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass sich zwischen Weihnachten und Silvester Schachspieler aus dem In- und Ausland im Heinz Nixdorf MuseumsForum treffen. Insgesamt warten Preisgelder in Höhe von 4.000 Euro auf die Gewinner.

Bis zu 200 Spieler erwartet

Vom Amateur bis zum Großmeister - 200 Spieler können beim Turnier im Computermuseum mitmachen. In zwei Leistungsgruppen werden sieben Runden unter professionellen Bedingungen gespielt. Alle Spitzenspiele sind auf einer Leinwand im Museum und im Internet auf der Webseite des Schachtürken-Cups zu sehen.

Angebot für junge Nachwuchstalente

Exponate aus dem Computermuseum Paderborn

Der Schachtürke

Auch für Kinder und Jugendliche wird am Sonntag (29.12.2019) ein Schachturnier angeboten. Eingeteilt in fünf Altersgruppen können sie Urkunden, Pokale und Sachpreise gewinnen. Seinen Namen hat das Paderborner Turnier vom legendären Schachtürken. Das ist ein Schachautomat aus dem Jahr 1770, der als Nachbbau im Museum steht.

Brettspiel-Klassiker

Schach, Halma, Mühle und Backgammon: Die meisten der in der westlichen Welt bekannten klassischen Brettspiele sind orientalischer Herkunft- und sind heute fester Bestandteil vieler Spieleabende.

Nahaufnahme eines Schachspiels und einer Hand

Schach
Anfänger stehen bald vor einem ausweglosen Labyrinth, denn es gibt Millionen von Spielverläufen beim Schach. Im fünften Jahrhundert nach Christus wurde in Indien ein Brettspiel namens "Caturanga" bekannt, bei dem die Grundstellung der Figuren der Aufstellung der indischen Armee entsprach. „Caturanga“ gilt als Vorläufer des Schachs. Von Indien aus erreichte das Spiel zunächst Persien. Die Perser gaben ihm seinen Namen: "Schah" (persisch für "König"; "matt" bedeutet im Persischen "hilflos"). Im frühen Mittelalter kam das Schachspiel über Syrien und Ägypten nach Spanien und trat seinen Siegeszug in Europa an.

Schach
Anfänger stehen bald vor einem ausweglosen Labyrinth, denn es gibt Millionen von Spielverläufen beim Schach. Im fünften Jahrhundert nach Christus wurde in Indien ein Brettspiel namens "Caturanga" bekannt, bei dem die Grundstellung der Figuren der Aufstellung der indischen Armee entsprach. „Caturanga“ gilt als Vorläufer des Schachs. Von Indien aus erreichte das Spiel zunächst Persien. Die Perser gaben ihm seinen Namen: "Schah" (persisch für "König"; "matt" bedeutet im Persischen "hilflos"). Im frühen Mittelalter kam das Schachspiel über Syrien und Ägypten nach Spanien und trat seinen Siegeszug in Europa an.

Backgammon
Das Würfelbrettspiel Backgammon ist sehr alt. Backgammon entstammt vermutlich der Hochkultur Mesopotamiens, im heutigen Irak. Zur Entstehungsgeschichte des Brettspiels gibt es verschiedene Theorien. Zum einen vermuten Historiker, dass es sich vor rund 5000 Jahren möglicherweise aus religiösen Ritualen entwickelte – aus Tierknochen, die die Priester feierlich warfen, um aus den auf diese Weise gewürfelten Anordnungen die Zukunft zu lesen. Vielleicht sind die Wurzeln des Spiels aber auch im analysierenden Nachstellen und Nachspielen von Schlachten zu finden.

Monopoly
Jahrzehntelang pflegt der Spiele-Konzern Parker Brothers eine typisch amerikanische Erfolgsstory als Entstehungsmythos seines Spieles Monopoly, wonach der arbeitslose Heizungsvertreter Charles Darrow das Spiel erfunden haben soll. Aber es war 30 Jahre zuvor Elizabeth "Lizzie" Magie. Sie wollte mit ihrem Spiel "The Landlord's Game" gegen die Profitgier der Eisenbahn-, Öl- und Stahlmagnaten protestieren. Charles Darrow gelang es aber, den Spiele-Konzern für sein leicht verändertes Brettspiel zu gewinnen. Am 31. Dezember 1935 wird es unter dem Markennamen "Monopoly" patentiert.

Mensch ärgere dich nicht
Josef Friedrich Schmidt suchte ein Spiel für seine beiden Jungs. In England wurde er fündig. "Eile mit Weile" heißt das Spiel, dessen Regeln Schmidt konsequent vereinfachte. Das erste "Mensch ärgere dich nicht" zeichnete Schmidt auf eine Hutschachtel. Fünf Jahre später ging das Spiel in Produktion. 1914 kamen 3.000 Exemplare auf den Markt. Deutschland steckte im Krieg und Schmidt verschenkte "Mensch ärgere dich nicht" an die Soldaten. Ein genialer Werbefeldzug. Denn diese nahmen das Geschenk nach dem Krieg mit nach Hause und empfahlen es weiter. 1920 wurden bereits eine Million Spiele verkauft.

Scrabble
Im Bundesstaat New York tobt 1931 die Weltwirtschaftskrise und der Architekt Alfred Butts wusste, dass Spiele eine willkommene Abwechslung von trüben Gedanken sind. Wie er auf die Idee kam, ein Spiel mit Buchstaben zu erfinden, ist ungewiss. „Lexico" nannte Butts sein Spiel. Er vermarktete das Spiel und wollte es patentieren lassen. Aber er scheiterte. Das änderte sich, als Butts mit dem Geschäftsmann James Brunot kooperierte. 1948 wurde „Scrabble“ als Warenzeichen eingetragen. In den 1950er Jahren gingen rund 2.000 Spiele wöchentlich über den Ladentisch.

Gänsespiel
Bereits im Mittelalter spielten die Menschen das Gänsespiel, ein so genanntes Laufspiel, bei dem die Spieler ihre Figuren von Feld zu Feld ziehen. Seit dem 16. Jahrhundert ist das Gänsespiel das in Europa am meisten verbreitete Spiral-Laufspiel. Die Spirale, eines der ältesten Ewigkeits-Symbole, galt als Abbild der Unendlichkeit und Spiegelbild des Lebens.

Mühle
Ob in China, Troja, Ceylon, Ägypten oder Irland, ob bei römischen Legionären in Germanien, bei norwegischen Wikingern oder den Indianern in Amerika – fast überall fanden Forscher hölzerne Mühle-Spielbretter. Vermutlich ist Mühle das am weitesten verbreitete Brettspiel überhaupt. Das Spiel gehört zur Familie der "Drei in einer Reihe"-Spiele, denkbar einfach sind die Regeln, man lernt es schnell – und doch erfordert das Spiel einige Geistesgegenwart.

Halma
Halma wurde 1883 vom amerikanischen Chirurgen George Howard Monks erfand Halma 1883. Der Name Halma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Sprung“. Was die meisten von uns heute kennen, ist Sternhalma. Das ist eine 1892 erschienene deutsche Weiterentwicklung des Halmas. Wegen der vielen Dreiecke im Spielfeld wird es oft auch „Trilma“ genannt.

Stand: 27.12.2019, 07:51