Dürre-Sommer sorgt für geringen Kartoffelertrag in OWL

Dürre-Sommer sorgt für geringen Kartoffelertrag in OWL

  • Ernte-Einbußen von bis zu 25 Prozent
  • Hitze lässt Pflanze verkümmern
  • Auch Aroma und Konsistenz schlechter

Nach 2018 droht offenbar erneut ein Einbruch bei den Kartoffel-Ernteergebnissen in Ostwestfalen-Lippe. Hitze und Trockenheit könnten zu Einbußen bis zu 25 % führen.

Uwe Pahmeiyer, Landwirt aus Werther im Kreis Gütersloh, hat eine so schlechte Ernte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren noch nicht erlebt: "Die Ernteausfälle liegen über alle Flächen im Schnitt bei über 30 Prozent." Sein landwirtschaftlicher Betrieb stellt viele Fast Food-Kartoffelprodukte für Supermärkte her und ist bundesweit Marktführer.

Bei Temperaturen über 35 Grad verkümmert das Laub der Pflanze und sorgt für Schäden an der Knolle. Bei großer Trockenheit befallen Schädlinge wie der Drahtwurm die Knolle und sorgen für Ernteausfälle.

Auswirkungen auf Geschmack und Konsistenz

Kartoffeln

Auch zerfällt die Kartoffel schneller beim Kochen und schmeckt nicht mehr so gut. Jetzt sollen neue Sorten entwickelt werden, die besser mit Hitze und Trockenheit umgehen, und auch unter widrigen Bedingungen keine Einschränkungen beim Geschmack haben.

Auswirkungen auf Preise

Die schlechte Ernte könnte für höhere Preise im Supermarkt sorgen. Bei Ausfall der Kartoffelernte muss zugekauft werden, und das schlägt sich zusätzlich im Preis nieder.

Die aktuelle Kartoffelernte endet im Herbst. Erst dann haben die Bauern exakte Zahlen für diese Saison.

Stand: 16.08.2019, 13:38