OWL-Städte kooperieren bei Klärschlammentsorgung

Hand hält schwarzen, getrockneten Klärschlamm

OWL-Städte kooperieren bei Klärschlammentsorgung

  • Gemeinschaftliche Verbrennungsanlage ab 2024 geplant
  • 78 Kreise und Städte aus Westfalen-Lippe beteiligt
  • 180.000 Tonnen Klärschlamm jährlich in OWL

78 Kreise und Städte aus Westfalen-Lippe und dem angrenzenden Niedersachsen wollen künftig bei der Klärschlammverwertung kooperieren. Dazu wollen sie ein Gemeinschaftsunternehmen gründen und haben am Freitag (14.02.2020) in Detmold Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Schärfere Gesetze erschweren Klärschlammnutzung

Mehr als 180.000 Tonnen Klärschlamm fallen jedes Jahr in OWL an - inzwischen ein Riesenproblem für die Kommunen. Denn bisher konnten Landwirte ihre Felder damit düngen. Das wird aber wegen schärferer Gesetze künftig immer schwieriger.

Denn neben wertvollen Bestandteilen kann der Klärschlamm auch gesundheitsgefährdende Schadstoffe enthalten. Dazu gehören neben Schwermetallen zum Beispiel auch Arzneimittelrückstände, Krankheitserreger und Nanomaterialien, so das Umweltbundesamt.

Externer Partner gesucht

Ab 2024 wollen die beteiligten Städte ihren Klärschlamm deshalb gemeinschaftlich in einer speziellen Verbrennungsanlage entsorgen. Weil aber keine Stadt Flächen für den Neubau einer solchen Spezialanlage hatte, wird nun ein externer Partner gesucht, der eine solche Anlage schon hat oder sie auf eigener Fläche bauen kann.

Lebensadern des Reviers: Gewässerschutz wird teurer Lokalzeit Ruhr 05.09.2019 06:22 Min. Verfügbar bis 05.09.2020 WDR Von Carmen Krafft-Dahlhoff

Stand: 14.02.2020, 09:42