Ostermärsche im Münsterland teils virtuell

Friedensbewegung "Pace", Friedenstaube

Ostermärsche im Münsterland teils virtuell

  • Plakate in Dülmen
  • Reden im Internet
  • Online-Petitionen

Die Ostermärsche im Münsterland haben wegen der Corona-Krise nicht wie geplant stattgefunden. Friedensinitiativen riefen dazu auf, zuhause und virtuell zu demonstrieren.

Plakate mit Friedensbotschaft

Veranstalter der Friedensbewegungen in Münster, Nottuln, Gronau und Dülmen riefen zu alternativen Aktionen auf. So wurden in Dülmen am Donnerstag (09.04.2020) rund 100 Plakate mit einer Friedensbotschaft in der Innenstadt aufgehängt. Die Aufschriften appellieren an das Miteinander gerade in Krisenzeiten. "Das Corona Virus zeigt, dass wir nur miteinander und nicht gegeneinander weiter kommen" steht zum Beispiel auf einem Plakat.

Fahnen aus dem Fenster hängen

In Münster fand der Ostermarsch virtuell statt. Aufgezeichnete Reden der Veranstalter wurden am Samstag (11.04.2020) online gestellt. Alle Friedensinitiativen der Region forderten dazu auf, zuhause zu bleiben und hier etwa Friedensfahnen aus den Fenstern zu hängen oder Online-Petitionen gegen atomare Aufrüstung zu unterschreiben.

Mahnwache vor Uranfabrik

Atomkraftgegner hatten am Karfreitag mit einer Mahnwache gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau protestiert. Rund 20 Personen hatten sich unter Aufsicht des Ordnungsamtes vor der Anlage versammelt, sagte ein Sprecher der Atomkraftgegner. Die ursprünglich für Freitag geplanten Ostermärsche zur UAA in Gronau wurden abgesagt. Eine überschaubare Mahnwache sei angesichts der Corona-Pandemie die passendere Aktionsform, hieß es.

Stand: 13.04.2020, 14:19