Burgsteinfurter Ortsumgehung muss noch warten

Ackerflächen bei Burgsteinfurt, im Hintergrund die Fachhochschule

Burgsteinfurter Ortsumgehung muss noch warten

  • Dämpfer für Bezirksregierung und Kreis Steinfurt
  • Juristen verweisen auf komplizierte Thematik
  • Verwaltungsgericht muss nun entscheiden

Der geplante Bau der Ortsumgehung in Burgsteinfurt muss warten. Das geht aus einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) hervor. In seiner am Freitag (14.06.2019) bekanntgegebenen Entscheidung spricht das Gericht von einer "typischen Komplexität" solcher Verkehrswegeplanungen. Diese offenen Fragen könnten - so die Oberverwaltungsrichter sinngemäß - nicht auf die Schnelle "hinreichend sicher" beantwortet werden. Sie verwiesen den Fall zurück an das Verwaltungsgericht.

Landwirte befürchten Enteignungen

Im Kern wollen mehrere Landwirte verhindern, dass sie für die neue Umgehungsstraße Grundstücke abtreten müssen. In einem Eilverfahren hatte das Verwaltungsgericht im Dezember 2018 ihre Bedenken gestützt - zum Ärger der Bezirksregierung Münster und des Kreises Steinfurt. Beide zogen vor die nächst höhere Instanz: Mit dem jetzigen Beschluss des OVG mussten sie nun aber einen weiteren Dämpfer für ihre Baupläne hinnehmen.

Noch kein Urteil in Sicht

Wann das Verwaltungsgericht ein abschließendes Urteil pro oder contra Umgehungsstraße sprechen wird, dazu wollte ein Gerichtssprecher keine Prognose wagen.

Stand: 14.06.2019, 14:19

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