Streckenausbau: Kritik an ICE-Trassen-Planung in Ostwestfalen-Lippe

Fahrender ICE

Streckenausbau: Kritik an ICE-Trassen-Planung in Ostwestfalen-Lippe

Der geplante Bau einer ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bielefeld und Hannover war gestern Thema in einem Bürgerdialog. Die Verantwortlichen gaben wieder nur wenige Details preis.

Rund 100 Teilnehmer aus Ostwestfalen trafen sich am Dienstagabend zu einer nicht-öffentlichen Online-Konferenz. Dazu eingeladen hatte die Deutsche Bahn. Mit dabei: Vertreter der Bahn, von Verkehrsministerien und Kommunen, aber auch Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände aus OWL.

Kritiker: Viele Details werden weiter geheim gehalten

Die Deutsche Bahn und das Verkehrministerium wurden von Bürgern in zwei Punkten stark kritisiert. Zum einen, weil das Bundesverkehrsministerium nicht veröffentlichen will, wie genau der Planungsauftrag aussieht. Somit bleibt geheim, was die Bahn umsetzen soll.

Neubaustrecke unverzichtbar?

Zum anderen wünscht das Verkehrsministerium offenbar, dass die Strecke zwischen Bielefeld und Hannover in 31 Minuten zu schaffen sein sollte. Das geht allerdings wohl nur mit einer Neubaustrecke. Der Ausbau der vorhandenen Trasse mit einem zusätzlichen Gleis, von vielen Initiativen bevorzugt, reicht dann nicht.

Bürgerinitiativen wehren sich

Eine Strecken-Neubau wollen viele Teilnehmer in der Online-Konferenz unbedingt verhindern, weil sie Anwohner sind oder die Natur schützen wollen. Es gibt zahlreiche Initiativen von Bürgern, die fürchten, dass ihre Interessen nicht genügend berücksichtigt werden.

Neuer Deutschland-Takt macht Streckenausbau notwendig

Der Bund plant auf der Strecke seit Jahren eine deutlich schnellere Verbindung. Sie ist ein Milliardenprojekt. Die Strecke ist Teil des neuen sogenannten Deutschland-Taktes.

Bis 2030 sollen auf vielen Hauptstrecken der Deutschen Bahn ICE im 30-Minuten-Takt fahren. Ein Streckenausbau ist deshalb aus Sicht der Deutschen Bahn notwendig.

Stand: 10.03.2021, 12:13