Dr. Oetker gibt Standorte in Russland auf

Stand: 08.04.2022, 16:57 Uhr

Der Bielefelder Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker zieht sich komplett aus Russland zurück. Die zwei Standorte in Moskau und Belgorod werden aufgegeben und an die bisherigen Manager verkauft.

Rund 150 Beschäftigte hatten für Dr. Oetker bisher in den beiden russischen Werken Hefe, Back- und Puddingpulver produziert und vertrieben. Jetzt müssen Waren von dort unter einer anderen Marke verkauft werden, teilt ein Sprecher von Dr. Oetker mit. „Dr. Oetker verurteilt die russische Invasion der Ukraine scharf und fordert die russische Regierung auf, den Krieg unverzüglich zu beenden und den Frieden wiederherzustellen.“

Oetker stellte Produktion in Russland zu Kriegsbeginn ein

Das Bielefelder Familienunternehmen hatte bereits zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine den Export von Pizza und Backprodukten nach Russland eingestellt. Der komplette Rückzug beendet nun eine fast 30-jährige Firmengeschichte in dem Land. Anfang der 1990er Jahre hatte Dr. Oetker seine ersten Gesellschaften in Russland gegründet.

Angestellte aus Kiew arbeiten jetzt in Bielefeld

In der Ukraine dagegen gibt es weiterhin einen Standort des Nahrungsmittelunternehmens in Kiew mit rund 25 Beschäftigten. Einige davon seien allerdings nun nach Bielefeld gekommen und würden derzeit am Hauptstandort arbeiten, teilt Dr. Oetker mit. Das Unternehmen hat weltweit rund 37.000 Beschäftigten. 2020 lag der Umsatz bei 7,3 Milliarden Euro.

Über dieses Thema berichteten wir auch im WDR Hörfunk auf WDR2.

Auswirkungen auf Wirtschaftsbeziehungen

WDR 5 Westblick - aktuell 24.02.2022 05:02 Min. Verfügbar bis 24.02.2023 WDR 5


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