Landschaftsverband fördert NS-Gedenkstätten

Zu sehen ist ein Gebäude des Landschaftsverband Westfalen Lippe in Münster.

Landschaftsverband fördert NS-Gedenkstätten

  • 400.000 Euro jährlich für NS-Gedenken
  • Erinnerungskultur soll gestärkt werden
  • Geld für inhaltliche Arbeit und Sanierung

Der Landschaftverband Westfalen-Lippe will in den kommenden Jahren die Arbeit und Ausstattung von NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten verstärkt fördern. In einer Zeit, in der der Ruf nach einem Schlusstrich unter die NS-Vergangenheit laut wird, sei es wichtig, diese Orte der historisch-politischen Bildung zu unterstützen, so LWL-Direktor Matthias Löb.

Budget für Forschung und Pädagogik

Vom kommenden Jahr an stellt der Landschaftsverband in Münster deswegen jährlich 250.000 Euro für die inhaltliche Vermittlungsarbeit sowie für Forschung und Dokumentation der NS-Erinnerungsorte bereit.

Geld gibt es für Veranstaltungen, Publikationen oder pädagogische Konzepte, aber auch für Archivreisen und Software. Bis zu 20.000 Euro pro Jahr kann jede Gedenkstätte hierfür beantragen.

Förderung auch für Baumaßnahmen

Weitere 150.000 Euro jährlich sind von 2010 bis 2014 für Bau- und Einrichtungsmaßnahmen gedacht. Hier gebe es großen Nachholbedarf. In vielen Gedenkstätten gebe es Mängel bei Beleuchtung, WC-Anlagen oder Schließfächern. Gefördert werden 90 Prozent der Kosten, höchstens aber 50.000 Euro.

Die NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte seien mit landesweit 350.000 Besuchern pro Jahr die wichtigsten Stellen erinnerungskultureller Arbeit in der Region, so der LWL.

Stand: 15.07.2019, 14:14