Weiterhin zu viel Nitrat im Münsterland

Eine Traktor mit einem Gülle-Anhänger bei Münster

Weiterhin zu viel Nitrat im Münsterland

  • Spitzenwerte in Heiden im Kreis Borken
  • Mehr als 40 Prozent der Brunnen belastet
  • Kreise sehen keine Handhabe, etwas zu ändern

Im Münsterland sind viele Hausbrunnen nach wie vor zu stark mit Nitrat belastet. Das teilten am Mittwoch (17.04.2019) die Kreisverwaltungen auf WDR-Anfrage mit.

Grenzwert teilweise um das Vierfache überschritten

Vergleichsweise hohe Nitratwerte haben die Behörden im Kreis Borken gemessen. In Heiden beispielsweise wurden zuletzt in mehr als 40 Prozent der Hausbrunnen die Grenzwerte überschritten. Teilweise um das Vierfache und mehr.

Appell: Kein Brunnenwasser trinken

Die Kreise sehen aber keine rechtliche Handhabe, derart stark belastete Brunnen stillzulegen. Sie raten betroffenen Bürgern dringend, das Brunnenwasser nicht zu trinken.

Bessere Werte für den Kreis Coesfeld

Wasserhahn tropft

Im Kreis Coesfeld sind die Hausbrunnen im Münsterland-Vergleich am wenigsten mit Nitrat belastet. Und der Leiter des Wasserwerkes in Haltern spricht von aktuell noch unproblematischen Nitratwerten. Die Kreisverwaltungen lassen die Brunnen teilweise jährlich untersuchen.

Stand: 17.04.2019, 15:36