Soest: Mit Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner

Ein Mann hält einen Nistkasten in seiner Hand.

Soest: Mit Nistkästen gegen Eichenprozessionsspinner

Die Stadt Soest geht mit natürlichen Mitteln gegen den Eichenprozessionsspinner vor. In dem besonders betroffenen Ortsteil Katrop hat sie 30 Nistkästen an Eichen gehängt.

Die Nistkästen sollen Halbhöhen- und Höhenbrüter anlocken. Sie sind die natürlichen Feinde der Raupen. So finden beispielsweise nistende Meisen jede Menge Nahrung. Sie fressen gerade im Frühstadium die Larven.

Haarige Raupen krabbeln an einem Baumstamm

Der Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners entwickeln zwischen Mai und Juni in ihren Brennhaaren das Nesselgift Thaumetopein. Das löst starke Allergien aus. Wer die Härchen einatmet kann davon eine Bronchitis bis hin zu Asthma bekommen.

Schwere Verbrennungen durch kleine Härchen

Im Soester Ortsteil Katrop stehen zahlreiche Eichen. Dort hatte sich der Eichenprozessionsspinner in den vergangenen Jahren breit gemacht. Erst vergangenes Frühjahr erlitt dort ein Jogger schwere Verbrennungen und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Idee aus Holland

Ein Mann bringt einen Nistkasten an einem Baum an.

Die Idee für die Nistkasten-Methode kommt aus den Niederlanden. Dort gehen Biologen schon länger gegen die für Menschen, Tiere und Bäume gefährlichen Raupen vor. Angeschoben hatte die Aktion der Ortsvorsteher von Katrop Thorsten Kemper. Er hofft jetzt, dass der „Spuk jetzt ein Ende hat“. Aber ihm geht es auch darum, die Jahrhunderte Jahre alten Eichen auf Dauer zu erhalten.

Stand: 23.02.2021, 15:28