Neunjähriger nur auf Socken bis nach Münster ausgebüxt

Symbolbild: Kind trägt Socken mit Loch

Neunjähriger nur auf Socken bis nach Münster ausgebüxt

  • Kind am Bahnhof Münster aufgegriffen
  • Wegen Fernsehverbots aus Kinderheim getürmt
  • Bahnhofsmission hilft hilft mit warmen Sachen
Kommentare (9)

Am Hauptbahnhof in Münster hat die Bundespolizei einen Neunjährigen aufgegriffen. Er war wegen eines Fernsehverbots aus seinem Kinderheim in Herne weggelaufen.

In Münster musste die Polizei ihn erstmal aufwärmen, denn der Junge war ohne Schuhe unterwegs, seine Socken durchlöchert und vollkommen nass, berichtete die Bundespolizei am Dienstag (12.02.2019).

Heißer Kakao zum Aufwärmen

Bei einem heißen Kakao erzählte er den Beamten seine Geschichte: Er sei abgehauen aus einem Kinderheim in Herne. Zunächst etwa vier, fünf Kilometer zu Fuß nach Wanne-Eickel. Dort habe er irgendeinen Regionalzug genommen, so kam er nach Münster. Seine Reise habe er aus Protest angetreten.

Erzieher bringt Kind zurück

In seinem Heim habe er nämlich ein Fernsehverbot bekommen, was er partout nicht verstehen könne. Von der Bahnhofsmission in Münster bekam der Neunjährige erst mal neue Socken und Schuhe. Dann holte ein Erzieher aus Herne den jungen Ausreißer ab.

Stand: 12.02.2019, 07:40

Kommentare zum Thema

9 Kommentare

  • 9 KL 13.02.2019, 10:56 Uhr

    Irgendwie gehen hier sämtliche Kommentare am Thema vorbei - vor allem, weil die Kommentatoren die Hintergründe nicht kennen und sich trotzdem einfach über die ihrer Meinung nach unfähigen Personen beschweren wollen und dabei alles über einen Kamm scheren. Wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten ;-)

    Antworten (2)
    • Wolfi K. 13.02.2019, 12:33 Uhr

      Und Sie kennen sich aus?

    • KL 13.02.2019, 14:45 Uhr

      Nein, zum Thema des Berichts kann ich nichts weiter sagen, als was dort zu lesen ist, deshalb habe ich das auch nicht getan - ich frage mich aber, woher die anderen z.B. die Info haben, dass ein Angehöriger den Jungen zurückgeholt hat, das steht dort nicht. Dort steht, ein Mitarbeiter des Heimes hat in abgeholt. Zudem kann auch keiner sagen, warum der Junge nicht mehr fernsehen sollte, vielleicht hatte er schon vier Stunden gesehen. Auch sollte sich keiner pauschal über Heime und deren Mitarbeiter auslassen, wenn er nichts Belegbares vorzuweisen hat. Und Kommentare über das superstarke Land, in dem Kinder unter menschlichem Niveau im eisigen Winter leben müssen (???) wirken auch leicht deplatziert. Dann könnte man ja gleich auch noch ein paar Kommentare starten über die böse Sockenindustrie, die sich an den armen Kindern, die wegen Fernsehverboten auf Socken durch den Winter laufen, eine goldene Nase verdient...

  • 8 DT 13.02.2019, 10:19 Uhr

    Unverschämtheit in einem super starkes Land müssen Kinder unter menschlichen niveau leben in eisigen Winter, was machen die Beamten( Jugend und Kinder)? ????

  • 7 Julia 13.02.2019, 07:02 Uhr

    Wir sollten uns fragen, was ein Kind bewegt seine Wohnung ohne Schuhe zu verlassen. Es ging bestimmt nicht nur um das Fernsehverbot. Grundsätzlich, sollte schon geregelt werden wieviel Zeit ein Kind vor dem Fernsehen verbringt. Heutzutage haben die Medien mehr Macht als die Eltern und Kinderpfleger. Aber Verbote sind keine gute Lösungen. Kompetente Eltern oder Heimmitarbeiter finden bestimmt andere Wege um die Kinder von schlechten Gewohnheiten abzuhalten? Wie wäre es mit belohnen bei gutem Verhalten? Das Kind hatte viele Schutzengeln, dass endlich jemand auf ihn aufmerksam wurde. Es gibt zum Glück Menschen, die etwas anderes sehen können, ausser ihr Smartphone Monitor.

  • 6 Andy 12.02.2019, 21:21 Uhr

    Es gibt sicher auch andere Strafen. Ich weiß aber echt nicht was dagegen spricht und wundere mich, warum dies unbedingt kommentiert werden muß. Und dem Heim Inkompetenz zuzuschreiben ist voll frech. Wir kennen die weiteren Umstände nicht und sollten uns daher bedeckt halten.

  • 5 Wolfi K. 12.02.2019, 20:31 Uhr

    Danke Schaffner. Danke Polizei. Null Kompetenz und Möglichkeiten Null für das Heim. Angehörige mussten das Kind zurück bringen.

  • 4 Youngja 12.02.2019, 20:26 Uhr

    Gut das der Schaffner aufmerksam war und die Polizei gerufen hat. Die Heime sind heut zu Tage nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Keine Kompetenzen warum auch immer. Das Heim war nicht in der Lage das Kind zurück zu holen. Das mussten Angehörige bewerkstellen.

    Antworten (1)
    • Michi 12.02.2019, 22:21 Uhr

      Ich frage mich, wie Sie zu so einer Ansicht kommen? Auf welcher Sachkenntnis beruht solch eine Aussage? In meinen Augen ist das einfach nur ein unqualifizierter Einwand, weil Sie aus welchen Gründen auch immer, etwas dazu sagen mussten! Mich würde mal interessieren, welche Angehörigen Sie meinen, die den Jungen zurückholen mussten?

  • 3 Tommy M. 12.02.2019, 17:54 Uhr

    Mann sollte froh sein das der junge in gute Hände geraten ist. Danke Bundespolizei und Bahnhof Mission Münster.

  • 2 Dete T. 12.02.2019, 17:06 Uhr

    M. Herrmann, arbeiten Sie mal in einem Heim, dann reden wir gerne nochmal darüber.

    Antworten (1)
    • Eggersmann 12.02.2019, 21:13 Uhr

      Es mag für Mitarbeiter eines Heimes schwer sein dort zu arbeiten. Aus meiner Sicht sollten die Mitarbeiter da nicht nur arbeiten, sie sollten dazu berufen sein dort mitarbeiten zu können. Mich würde mal interessieren ob das Verschwinden des Jungen bis zur Kontaktaufnahme durch die Polizei oder durch die Bahnhosmission überhaupt schon aufgefallen war und was nach dem Verschwinden für Suchaktionen eingeleitet wurden. Wie lange war der Kleine unterwegs bis er gefunden wurde. Die Verantwortlichen sollten ein paar Kerzen anzünden und dankbar und glücklich sein das der Spaziergang nur kalte Füße gebracht hat. Herzlichen Dank an alle die sich um den Kleinen Ausreißer gekümmert haben. Leider ist das heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Wie vielen Nichthelfern ist wohl ein Junge ohne Schuhe aufgefallen? All jene sollten einen Tag mit hochrotem Kopf durch die Gegend laufen. Ihr solltet euch was schämen, wenn ihr wisst wie das geht. Sowas darf es einfach nicht geben!!!

  • 1 M. Hermann 12.02.2019, 15:11 Uhr

    In welchen Jahrhundert leben wir eigendlich? Fernsehverbot - so hat man uns als Kinder in den 1970er Jahre bestraft. Und wenn die Eltern weg waren haben wir trotzdem eingeschaltet. Man weiß ja nicht was in diesen Fall los war aber wenn ein Kind was angestellt hat gibt es bestimmt andere "Strafen".