Markus Lewe (CDU), Oberbürgermeister Münster

Lewe für 2G-Regel auf Weihnachtsmärkten

Stand: 18.11.2021, 16:24 Uhr

Der neugewählte Präsident des Deutschen Städtetags, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), hat bundesweit einheitliche Regeln für Weihnachtsmärkte gefordert.

Lewe sprach sich dabei für die 2G-Regel auf Weihnachtsmärkten aus. "Gewerbetreibende, Städte und Bürger wollen Klarheit, ob und unter welchen Bedingungen Weihnachtsmärkte möglich sind", sagte Lewe am Donnerstag zum Abschluss der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags in Erfurt. "Ich glaube, man kann es verantworten, wenn man 2G als Mindestmaß nimmt."

Dann hätten zu den traditionellen Märkten in der Adventszeit, für die vielerorts die Vorbereitungen derzeit laufen, nur geimpfte und genesene Besucher Zutritt. In einer Reihe von Städten waren Weihnachtsmärkte in den vergangenen Tagen abgesagt worden - auch aus Unsicherheit darüber, welche Regeln gelten sollen.

Wucht der Corona-Welle brechen

Markus Lewe (CDU), wurde am Donnerstag in Erfurt einstimmig zum Präsidenten des Deutschen Städtetags gewählt. Er appellierte nach seiner Wahl an Bund und Länder, schnell Regelungen zu treffen, um die Wucht der vierten Corona-Welle zu brechen. Es müsste Tempo beim Impfen und Boostern gemacht werden, forderte Lewe.

Die niedergelassenen Ärzte müssten den Menschen, die es wünschten, zeitnah ein Impfangebot machen, und die Städte seien weiter bereit, Impfstellen, mobile Impfteams und Impfzentren zu organisieren . "Dazu benötigen sie eine klare Ansage von Bund und Ländern, welche Rolle die Städte beim Impfen übernehmen sollen." Der Städtetag plädierte erneut für eine Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen, Kitas, Pflegeheimen und Kliniken.

Münsters OB zum zweiten Mal Städtetagspräsident

Der 56-jährige Lewe folgt auf Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der mehr als zwei Jahre den Verband geführt hat und das Amt turnusgemäß abgibt. Für Lewe wird es die zweite Amtszeit als Städtetagspräsident. Er stand bereits von Januar 2018 bis Juni 2019 an der Spitze.

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung.

Bisheriger Amtsinhaber ist Burkhard Jung

Jung wurde von den Delegierten ebenfalls einstimmig zum Vizepräsidenten gewählt. Jung und Lewe wechselten damit ihre Positionen im Führungsgremium des Städtetages, einem von drei kommunalen Spitzenverbänden in Deutschland.

500 Millionen für kreativen Wandel

Zum Abschluss der Hauptversammlung in Erfurt gab es auch noch eine weitere Forderung an den Bund: Für die Dauer von fünf Jahren solle dieser die Städte beim Wandel unterstützen, und zwar jährlich mit 500 Millionen Euro.

Viele Radler von hinten an einer Ampel

Lewe will unter anderem eine andere Verkehrspolitik

"Wir wollen in der Verkehrs- und Baupolitik umsteuern, den Klimaschutz noch stärker vorantreiben, Ressourcen schonen sowie mehr und schneller Wohnungen zu angemessenen Preisen bauen", sagte Markus Lewe. Er denke dabei an neue Mischungen aus Wohnen, Leben, Arbeiten, Erleben, Bildung und Kultur. "Also vielfältige Nutzungen gleichzeitig, klug miteinander verzahnt." Dies müsse der Bund stärker fördern.

Der Städtetag vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 3.200 Städten und Gemeinden in Deutschland.

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