Millionenschwere Rathauspläne in Dorsten

Außenansicht Dorstener Rathaus

Millionenschwere Rathauspläne in Dorsten

  • Stadt will 40 Millionen investieren
  • Altes Rathaus marode
  • Langfristige Einsparung erwartet

Die hoch verschuldete Stadt Dorsten will rund 40 Millionen Euro ausgeben, um das Rathaus zu sanieren und um einen großen Anbau zu erweitern. Darüber haben die Stadtspitze und die Ratsfraktionen am Donnerstagabend (12.07.2018) informiert. Die Politik hatte schon tags zuvor in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig für Neubau und Sanierung gestimmt.

Bisher Räume angemietet

Portrait Dorsterner Bürgermeister Tobias Stockhoff

Bürgermeister Tobias Stockhoff

Bislang arbeiten gut Zweidrittel der rund 500 Mitarbeiter der Stadt in angemieteten Büros. Das sei auf Dauer unwirtschaftlich, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff. Die Stadt Dorsten könne jährlich einen sechsstelligen Betrag sparen, wenn die Mitarbeiter in ein eigenes, neues  Verwaltungsgebäude umziehen würden.

Großer Sanierungsbedarf

Außerdem steht das viel zu kleine, eigentliche Rathaus aus den 50er Jahren unter Denkmalschutz und darf daher nicht abgerissen werden. Insofern hat sich die Stadt für einen großen Anbau entschieden. Der alte Gebäudeteil soll dann grundlegend saniert werden. Er ist seit Jahren in einem desolaten Zustand. Gutachter sehen dringenden Handlungsbedarf.

Kritik erwartet

Auch wenn die Stadt gute Gründe für die millionenschweren Investitionen hat: Sie rechnet mit Gegenwind aus der Bürgerschaft. Schließlich fährt die Kommune wegen der schlechten Haushaltslage seit Jahren einen harten Sparkurs. Schulen und andere öffentliche Bereiche benötigen dringend neue Investitionen. Die Stadt Dorsten will die Bürger in Workshops in die weiteren Planungen einbinden.

Stand: 13.07.2018, 07:49