Eine neue Kirche für Sundern

Die neu gebaute evangelische Lukas Kirche in Sundern.

Eine neue Kirche für Sundern

Von Heinz Krischer

In Sundern ist eine neue Kirche gebaut und eingeweiht worden. Im Bereich der Evangelischen Kirche von Westfalen ist das seit Jahren die erste.

Großer Tag für die evangelische Gemeinde in Sundern: Sie hat heute eine neu gebaute Kirche feierlich eingeweiht. Ein ziemlich außergewöhnlicher Vorgang, denn meistens wird über Kirchen – ob evangelische oder katholische – berichtet, wenn sie geschlossen werden.

Auch in Sundern musste eine der beiden dort bestehenden evangelischen Kirchen vor fünf Jahren von der Gemeinde aufgegeben werden. Es gab weniger Kirchgänger, und die Stelle des zweiten Pfarrers wurde nicht mehr besetzt.

Notkirche stammte aus dem Jahr 1950

Es blieb nur eine, die 1950 als Notkirche gebaut worden. Damals waren mit den Flüchtlingen aus dem Osten evangelische Christen ins katholische Sauerland gekommen. Damit sie bald einen Ort für ihre Gottesdienste bekamen, wurde die sogenannte Bartning-Kirche aus vorgefertigten normierten Leichtbauteilen erstellt.

Doch nach der Aufgabe der anderen Kirche war diese verbliebene ehemalige Notkirche weder groß genug für die evangelische Gemeinde, noch war ihr Bauzustand länger tragbar, berichtet Pastor Martin Vogt.

So entschied man, mit dem Erlös aus dem Verkauf der einen Kirche, jahrelang angesparten Rücklagen sowie Spenden für 1,7 Millionen Euro eine neue Kirche zu bauen.

Innenraum der neuen evangelischen Lukas Kirche in Sundern.

Räume werden flexibel genutzt

Entstanden ist mit der neuen Lukaskirche ein Gebäude mit ansprechender Architektur, das flexibel und barrierefrei genutzt werden kann. Für Gottesdienste mit vielen Besuchern können Wände beiseite geschoben werden. Ansonsten finden in den Räumen Treffen von Gruppen der 3700 Gemeindeglieder zählenden Gemeinde statt.

Stand: 06.09.2020, 14:38