Unterschiedliche Corona-Regeln in OWL

Symbolbild: Wagen mit der Aufschrift Ordnungsamt

Unterschiedliche Corona-Regeln in OWL

Die Kreise in Ostwestfalen-Lippe reagieren unterschiedlich auf die steigenden Infektionszahlen. Der Kreis Höxter hat landesweit den höchstens Inzidenzwert. Dort gelten strengere Kontaktbeschränkungen.

Momentan ist der Kreis Höxter Spitzenreiter in NRW, was den Inzidenzwert angeht. Am Montag (11.01.2021) liegt er bei 261.

Die aktuellen Daten zu den Corona-Daten in den Kreisen

Höxter weitet Kontaktbeschränkungen aus

Deswegen weitet der Kreis die neuen Kontaktbeschränkungen, die seit Montag gelten, auch auf den privaten Bereich aus. Auch in privaten Wohnungen dürfen sich die Mitglieder eines Haushaltes nur mit maximal einer anderen Person treffen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem zugestimmt.

Bewegungsfreiheit bleibt uneingeschränkt

Damit entschied sich die Kreisverwaltung gegen andere Maßnahmen. So wäre nach Entschluss der Ministerpräsidentenkonferenz auch eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bürger möglich gewesen. Und auch eine nächtliche Ausgangssperre hätte der Kreis verordnen können.

Beide Maßnahmen hatte der Landrat des Kreis Höxter, Michael Stickeln, bereits am Donnerstag infrage gestellt.

Hohe Infektionszahlen auch in Bielefeld

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen sieht solche Maßnahmen ebenfalls kritisch. Die Regelungen seien unklar formuliert und rechtlich sei sie ohnehin fraglich, sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Derzeit liegt der Wert in Bielefeld bei 211. Allerdings könnten nach Angaben der Stadt in den Zahlen der kommenden Tage noch viele nachgemeldete Fälle von den Feiertagen stecken.

Kreis Minden-Lübbecke verlängert Corona-Maßnahmen

Im Kreis Minden-Lübbecke liegt der Inzidenzwert bei 223. Deshalb hat dieser die schon zuvor geltende Corona-Sonderverordnung um zunächst zwei Tage verlängert. Ausgangsbeschränkungen würden erst einmal nicht wieder eingeführt.

Ausgangssperren: Teils noch in Kraft, teils aufgehoben

Im Kreis Lippe rechnen die Behörden ebenfalls mit einem Anstieg der Zahlen. Deshalb soll es hier erstmal bei der nächtlichen Ausgangssperre bleiben. In den Kreisen Kreis Gütersloh und Herford gelten sie von Montag an vorläufig nicht mehr.

Stand: 11.01.2021, 11:37