Neue Anklage im Missbrauchskomplex von Münster

Zwei Gartenlauben, davor viele blühende Pflanzen und eine Liege

Neue Anklage im Missbrauchskomplex von Münster

Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag im Missbrauchskomplex von Münster gegen einen weiteren Mann Anklage erhoben. Es handelt sich um einen 53-Jährigen aus Schleswig-Holstein.

Die Staatsanwaltschaft Münster wirft dem Mann aus Norderstedt vor, einen heute 10-jährigen Jungen schwer sexuell missbraucht zu haben. Im August 2019 soll er auf Einladung des 27-jährigen Hauptbeschuldigten im münsterischen Missbrauchsfall in Münster gewesen sein.

Junge wiederholt Missbrauchsopfer

Laut Anklage haben sich die beiden Männer in der Wohnung der Mutter des 27-Jährigen getroffen, als diese nicht anwesend war. Dort soll auch der Missbrauch des damals 9-jährigen Jungen stattgefunden haben.

Bei dem Opfer handelt es sich um den Sohn der Lebensgefährtin des Hauptbeschuldigten im Missbrauchskomplex von Münster. Gegen den 27-Jährigen war Anfang des Monats Anklage erhoben worden. Er soll den Jungen selbst mehrfach vergewaltigt haben und ihn auch mehrfach anderen Männern zum Missbrauch angeboten haben.

Mann in Untersuchungshaft

Der jetzt angeschuldigte Mann aus Norderstedt hat laut Staatsanwaltschaft "sexuelle Handlungen an dem (jetzt) zehn Jahre alten Jungen" zugegeben. Bislang ist der 53-Jährige nicht vorbestraft. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Bei einer Durchsuchung seines Arbeitsplatzes seien ein geladener Luftdruckrevolver, zwei Schlagringe und ein sogenannter Teleskopschlagstock sichergestellt worden. Deswegen wurde auch Anklage wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben.

Lokalzeit – Im Namen der Kinder | Hilfe für Opfer sexueller Gewalt Lokalzeit 27.08.2020 44:09 Min. UT Verfügbar bis 27.08.2021 WDR Von Heike Zafar, Detlef Proges

Stand: 15.09.2020, 15:52