Drogenanbau in Bosseborn: Strafmaß kaum vermindert

Haus in Höxter-Bosseborn

Drogenanbau in Bosseborn: Strafmaß kaum vermindert

  • Angeklagter muss sieben Jahre und vier Monate in Haft
  • Urteil nur unwesentlich vermindert
  • Bundesrichter befanden das erste Urteil für zu hart

In der Neuauflage des Prozesses wegen einer Drogenplantage im sogenannten "Horrorhaus" von Höxter-Bosseborn hat das Landgericht Paderborn m Donnerstag (25.04.19) die Strafe für den Angeklagten nur unwesentlich vermindert.

Angeklagter verliert das Haus

Der Mann bekam sieben Jahre und vier Monate Freiheitsstrafe statt acht Jahren, zudem muss er wegen seiner Drogensucht in eine Entziehungsanstalt. Auch verliert der Angeklagte das Haus in Höxter, weil es nach Ansicht des Gerichts die wesentliche Grundlage für den Drogenanbau war.

Bundesgerichtshof hob erstes Urteil auf

Der neue Prozess vor dem Landgericht Paderborn war nötig geworden, da der Bundesgerichtshof das ursprüngliche Urteil von knapp acht Jahren aufgehoben hatte. Die Bundesrichter befanden das Urteil für zu hart, da der Angeklagte nach dem ersten Paderborner Urteil auch sein Haus verlieren sollte.

Angeklagter akzeptiert Urteil

Dabei ist das Landgericht nun auch im zweiten Urteil geblieben, nur das Strafmaß wurde geringfügig verringert. Der Angeklagte hat das Urteil dennoch akzeptiert. Das Haus in Höxter-Bosseborn wurde bundesweit bekannt, weil dort zuvor jahrelang Frauen misshandelt wurden.

Stand: 25.04.2019, 18:14