Mutter aus Netphen sammelt für Krebsforschung

"Ben hilft": Spenden für Tumorforschung 04:04 Min. Verfügbar bis 06.12.2020

Mutter aus Netphen sammelt für Krebsforschung

Von Mike Külpmann

  • Vierjähriger Ben stirbt an seltenem Hirntumor
  • Kaum Geld für Tumor-Forschung
  • Mutter sammelt für private Stiftung

Ben Albert aus Netphen ist seit August 2019 tot. Im April dieses Jahres wurde bei ihm ein seltener Hirntumor diagnostiziert, der vor allem bei Kindern auftritt. Die Ärzte gaben Ben nur wenige Wochen.

Doch trotzdem nehmen seine Eltern den Kampf gegen die Krankheit auf. Sie suchen neben Chemo- und Bestrahlungstherapien nach weiteren Möglichkeiten, Bens Leben zu verlängern – schließlich ist er erst vier Jahre alt.

Spendenaktion für den kleinen Ben

Doch die werden nicht von den gesetzlichen Kassen gezahlt. Bens Eltern entschließen sich, eine Spendenaktion zu starten, kleben Plakate, gründen eine Facebookgruppe, die Medien berichten. Über 100.000 Euro kommen so zusammen – am Ende vergebens.

Ben Albert im Bett

Ben Albert

Ben stirbt nach 17 Monaten Krankheit. Seine Eltern fallen in ein tiefes Loch. Doch sie wollen etwas tun. Schon während der Therapie hatten sie Kontakt zur "Stiftung für innovative Medizin" in München. Dort erforscht man genau den Tumor, an dem Ben gestorben ist.

Waffeln verkaufen für Krebsforschung

Antje Albert vor Ladenregal

Antje Albert backt Waffeln für die Krebsforschung

Aber weil es nur rund 100 Erkrankungen dieser Art pro Jahr in Deutschland gibt, fließen nur wenig Forschungsgelder in diesen Bereich. Darum ist die Stiftung auf Spenden angewiesen, um endlich Fortschritte und neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.

Antje Albert sammelt jetzt Spenden für die Stiftung. Sie verkauft Waffeln in Supermärkten und hat die Facebookgruppe "Ben hilft" gegründet. Antje Albert: "Kein Kind hat es verdient, im Stich gelassen zu werden, nur weil es zu wenige Fälle gibt."

Stand: 06.12.2019, 19:00