Straße durch Borkenberge geöffnet

Spaziergänger mit 2 Hunden in den Borkenbergen

Straße durch Borkenberge geöffnet

  • Fuß- und Radweg durch Borkenberge
  • Besucher dürfen Straße nicht verlassen
  • Munition und Blindgänger im Gelände

Seit Dienstag (23.10.2018) kann jeder den ehemaligen Truppenübungsplatz Borkenberge im südlichen Münsterland komplett durchqueren. Dafür hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt eine 5 Kilometer lange, ehemalige Militärstraße freigegeben.

Ehemaliges Militärgelände lag lange brach

Das Gelände lag schon mehr als drei Jahre brach. Die Freigabe als Rad- und Fußweg gibt es erst jetzt, weil die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in dieser Zeit die Tier- und Pflanzenarten erfasst hat, die in den Borkenbergen vorkommen - zum Beispiel bedrohte Vögel wie den Ziegenmelker oder die Heidelerche.

Straße durch Borkenberge geöffnet

Borkenberge - Vom Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet

Viele Radfahrer und ein Mann, der eine Schranke umfasst, bei der Freigabe desWeges

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde gab am Dienstag (23.10.2018) freie Fahrt auf der neuen, öffentlichen Querung durch die Borkenberge.

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde gab am Dienstag (23.10.2018) freie Fahrt auf der neuen, öffentlichen Querung durch die Borkenberge.

Das noch fehlende, rund 5 Kilometer lange Teilstück einer ehemaligen Militärstraße verbindet Haltern und Lüdinghausen.

Der Flugplatz Borkenberge wurde bereits im Jahr 1931 gegründet. Hier sind aktuell mehr als 100 Motor- und Segelflugzeuge stationiert. Der Flugplatz war jahrzehntelang der einzige, öffentlich zugängliche Platz der Borkenberge.

Besuchern ist es nur erlaubt, die ausgewiesenen Wege und Straßen der Borkenberge zu nutzen, weil abseits viele Blindgänger im Boden liegen.

Die ehemals britischen Militär-Baracken wurden zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Georg Feldmeier und seine Kollegen von der Bundesforstbehörde wachen unter anderem darüber, dass keine Motocross-Fahrer das sandige Gebiet befahren.

Über geschützte Vogelarten wie den Ziegenmelker oder die Heidelerche informiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt auf großen Info-Tafeln.

Rund 1.600 Hektar der Borkenberge werden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt. Die Behörde will maßgeblich dafür Sorge tragen, dass seltene und mitunter bedrohte Tier- und Pflanzenarten hier besonders geschützt bleiben.

Relikte der rund 140-jährigen Militärgeschichte der Borkenberge finden sich noch heute an vielen Stellen.

Besucher können das Naturschutzgebiet zwischen Haltern und Lüdinghausen nun erstmals durchqueren, dürfen die ausgewiesenen Wege aber nicht verlassen, sagt der Generalsekretär der Bundesstiftung, Alexander Bonde.

Schilder warnen vor Lebensgefahr

Im Gelände liegen noch Munition und Blindgänger. Überall stehen Schilder, die vor Lebensgefahr warnen. Den ehemaligen Truppenübungsplatz komplett zu sanieren, wäre dem Bund zu teuer. Außerdem wird die Bundesforstbehörde darüber wachen, künftig Motocross- und Quadfahrer aus dem Gebiet fernzuhalten.

Stand: 23.10.2018, 20:00