Bad Oeynhausen: Naturschützer wollen Weser stärker renaturieren

Natur pur: die Weser

Bad Oeynhausen: Naturschützer wollen Weser stärker renaturieren

  • Weser ist stellenweise bereits naturgerecht gestaltet
  • Naturschützer wünschen sich weitere Renaturierung
  • Wissenschaftler, Behördenvertreter und Politiker diskutieren

In Bad Oeynhausen diskutieren Wissenschaftler, Behördenvertreter und Politiker heute (17.04.2019) darüber, wie sich die Weserauen in den nördlichen Bereichen Ostwestfalen-Lippes renaturieren lassen. Eingeladen hat der Initiativkreis Oberweser, ein Zusammenschluss von Naturschutzorganisationen.

Flussauen sollen zu Erholungsräumen werden

"Wir wollen eine Weser mit viel Erholungs- und Erlebnisraum", sagt Karsten Otte vom BUND. Mehr Auenwälder, Kiesbänke, Flussinseln oder Badestrände - all das sei möglich. Dazu aber seien Fördergelder von Bund und Land nötig. Vertreter von Bundes- und Länderbehörden wollen dazu heute Tipps geben.

Denn es gebe genug Programme für die weitere Renaturierung, um die Weser aus den Steinbett in sanfte Übergänge zu bringen. Stellenweise ist sie bereits naturgerecht gestaltet. Mancherorts brüten sogar Seeadler. Das soll mehr werden, wünschen sich die Naturschützer.

Vorschlag: Baggerseen renaturieren

Bereits im Dezember hatte es eine Regionalkonferenz für die Renaturierung der Oberweser-Auen in den Kreisen Höxter, Holzminden und Hameln-Pyrmont gegeben. Dabei hatten Experten vorgeschlagen, so genannte Hochflutrinnen wiederzubeleben.

Das sind Kanäle, die bei Hochwasser die Weseraue durchziehen und die, mit Wasser gefüllt, wichtige Lebensräume für auentypische Pflanzen und Tiere bieten. Außerdem könnten Baggerseen renaturiert werden, so der Planer. Das könne auch dem Insektensterben entgegen wirken.

Stand: 17.04.2019, 14:41