Wegen Corona Gedränge im Affengehege in Rheine

Naturzoo Rheine: Nachwuchs-Stau führt zu Problemen Lokalzeit Münsterland 30.03.2021 02:40 Min. Verfügbar bis 30.03.2022 WDR Von Andrea Hansen

Wegen Corona Gedränge im Affengehege in Rheine

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die hiesigen Zoos aus. Der Austausch von Tieren für Zucht- und Erhaltungsprogramme wird deutlich schwieriger.

Einer, der sich richtig Sorgen macht, ist der Chef des Naturzoos in Rheine, Achim Johann. Sein Zoo hat die größte Gruppe von Blutbrustpavianen (Dscheladas) in ganz Europa - eigentlich liegt die Obergrenze bei zirka 60 Tieren, jetzt ist die Gruppe aber auf mehr als 90 angewachsen.

Dänischer Zoo sagt ab

Eigentlich wollte der Zoo in Rheine 30 Paviane nach Dänemark abgeben. Aber der dortige Zoo hat wegen der Pandemie kein Geld und muss vorerst auf den Bau des geplanten Pavian-Geheges verzichten.

Auch Tiger bleiben vorerst in Rheine

Auch viele andere Zoos stoppten gerade geplante Ausgaben, sagt Johann. Hinzu komme die Bürokratie mit dem Brexit: Zwei junge Tiger aus Rheine hätten eigentlich schon längst in England sein sollen. Doch ob daraus noch was wird, ist nach Einschätzung des Zoos offen.

Empfängnisverhütung als letzte Chance?

Stillstand also im Zoo in Rheine. Damit es im Affenwald nicht noch voller wird, müsse man nun auch verstärkt über Empfängnisverhütung bei den Tieren nachdenken, meint der Naturzoo-Chef. Sein Zoo ist übrigens federführend beim Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für die Blutbrustpaviane bzw. Dscheladas. Für diese Art führt er auch das internationale Zuchtbuch, in dem die Daten aller in Menschenobhut gehaltenen Blutbrustpaviane erfasst sind.

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Stand: 30.03.2021, 20:00