Nachhaltigkeitspreis für Münster, Saerbeck und Eschweiler

Eine große Fläche mit Solarmodulen, dahinter ein Windrad

Nachhaltigkeitspreis für Münster, Saerbeck und Eschweiler

  • Sieger erhalten jeweils 30.000 Euro
  • Preisverleihung im Dezember
  • Bewerber aus acht Bundesländern

Die Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2019 kommen allesamt aus Nordrhein-Westfalen. Preisträger sind die Städte Münster und Eschweiler sowie die Gemeinde Saerbeck. Die mit jeweils 30.000 Euro dotierten Preise würdigen die Städte in ihrer jeweiligen Größe als Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit. Die Auszeichnungen werden im Dezember 2018 in den Städten selbst überreicht, teilte die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis am Donnerstag (02.08.2018) mit. Beworben hatten sich rund 800 Kommunen aus acht Bundesländern.

Münster setzt auf "Enkeltauglichkeit"

Drei Fahrradfahrer fahren durch Münster

Die Großstadt Münster überzeugte die Jury mit ihrem Klimaschutzkonzept sowie einer nachhaltigen Bürgerbeteiligung, bei der jede Entscheidung auf ihre "Enkeltauglichkeit" geprüft werde. Damit meint die Jury, dass Entscheidungen von heute auch für nachfolgende Generationen sinnvoll sind. Auch im Klimaschutz habe die Fahrradhauptstadt mit einem differenzierten Konzept überzeugt.

Strukturwandel in Eschweiler

Eine vom Braunkohleabbau zerfurchte Landschaft

Als Stadt mittlerer Größe erhält Eschweiler bei Aachen einen Preis. Laut Jury stellt sich die ehemalige Braunkohle-Stadt besonders erfolgreich den Herausforderungen des Strukturwandels. Zudem lege sie größten Wert auf die Wahrung des sozialen Friedens, beispielsweise durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für alle Qualifizierungsstufen und bezahlbaren Wohnraum.

Energie aus regenerativen Quellen in Saerbeck

Alte Militärbunker in Saerbeck, dazwischen stehen zwei Windräder

Die kleine Gemeinde Saerbeck im Kreis Steinfurt verfolgt seit mehreren Jahren die Vision, bei der Energieversorgung ohne fossile Energieträger auszukommen. Leuchtturmprojekt dieser lokalen Energiewende sei ein 90 Hektar großer Bioenergiepark, in dem Strom aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt wird, lobte die Jury.

Stand: 02.08.2018, 11:26