Mordfall Lübcke: Mutmaßlicher Komplize aus Kreis Höxter kommt frei

Walter Lübcke

Mordfall Lübcke: Mutmaßlicher Komplize aus Kreis Höxter kommt frei

  • Mutmaßlicher Komplize im Mordfall Lübcke kommt frei
  • Borgentreicher soll Tatwaffe für Mord verkauft haben
  • Kasseler Regierungspräsident wurde 2019 erschossen

Im Mordfall Walter Lübcke hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch (15.01.2020) den Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Komplizen des Täters aufgehoben. Er soll die Waffe verkauft haben, mit der der Kasseler Regierungspräsident im vergangenen Sommer erschossen worden war. Elmar J. kommt aus Borgentreich im Kreis Höxter.

Schriftliche Begründung steht noch aus

Die schriftlichen Gründe für die Entscheidung zur Haftentlassung von Elmar J. seien noch nicht veröffentlicht, teilte der Bundesgerichtshof ergänzend mit. In etwa zwei Wochen werde man sich dazu äußern, hieß es auf Anfrage des WDR.

Der 64-jährige Elmar J. saß wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord in Untersuchungshaft; er soll dem Hauptverdächtigen Stephan E. die Tatwaffe besorgt haben.

Ermittler gehen von rechtsextremen Hintergrund aus

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni tot auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha gefunden worden. Laut Obduktion wurde der 65-Jährige aus nächster Nähe erschossen. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus.

Hauptverdächtiger belastet weiteren Komplizen

E. gestand die Tat im Sommer vergangenen Jahres zunächst, widerrief sein Geständnis aber nach wenigen Tagen wieder. Vor rund einer Woche bezichtigte E. in einer Vernehmung vor dem Ermittlungsrichter des BGH seinen Komplizen Markus H. des tödlichen Schusses. Demnach soll H. Lübcke im Streit "versehentlich" erschossen haben.

Stand: 15.01.2020, 16:54