Detmold: Erfahrungen Russlanddeutscher als Ausstellung

Bundestreffen der Russlanddeutschen

Detmold: Erfahrungen Russlanddeutscher als Ausstellung

Vom 18. Juli bis zum 10. September 2018 präsentiert das Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold eine Ausstellung zum Buch "Mein Name ist Eugen" von Eugen Litwinow.

Thema sind die Erfahrungen junger Russlanddeutscher sowie ihr Verhältnis zu Deutschland und ihren Herkunftsländern. Kooperationspartner ist das Kulturreferat für Russlanddeutsche.

Der Berliner Autor und Fotograf Eugen Litwinow gab erst seinem Buch und dann der Ausstellung den Titel "Mein Name ist Eugen". Er selbst ist als Spätaussiedler-Kind nach Deutschland gekommen - mit seiner Familie, die aus dem heutigen Kasachstan stammt.

Persönliche Erfahrungen von sich und anderen

In seinem Buch setzt er sich mit der als „mitgebracht“ bezeichneten Generation junger russlanddeutscher Spätaussiedler auseinander. Die sei in der Öffentlichkeit noch bis vor einigen Jahren "höchstens bei der Kriminalitätsberichterstattung" wahrgenommen worden. Für Litwinow sind aber die subjektiven und persönlichen Empfindungen und Erfahrungen einzelner junger Menschen wichtig.

Öffentliche Debatte über Russlanddeutsche

Zur Vernissage am Mittwoch (18.07.2018) wurde neben Autor Eugen Litwinow auch der Kölner Politologe Felix Riefer geladen. Als Blogger und Beiratsmitglied im Lew-Kopelew-Forum initiiert er politische und gesellschaftliche Debatten über den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit Aussiedlern und russischsprachigen Mitbürgern.

Kulturarbeit im Nachklang der Spätaussiedlerwelle

Das Foto einer nach Deutschland ausgewanderten Familie

Die Familie Schaufler aus Netphen in den 80er Jahren

Das Detmolder Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte stellt mit seiner Arbeit eine der größten Migrantengruppen Deutschlands in den Vordergrund. In den 1970er Jahren begann die Ausreise der Nachfahren deutschsprachiger Siedler als deutsche Aussiedler aus dem restriktiven Umfeld der Sowjetunion. Seit deren Zerfall sind an die 2,5 Millionen Spätaussiedler nach Deutschland emigiriert, mehr als 600.000 leben in Nordrhein-Westfalen.

Stand: 18.07.2018, 11:02