3000 Jahre alte Mumie kehrt zurück nach Münster

Lokalzeit Münsterland 08.11.2021 02:31 Min. Verfügbar bis 08.11.2022 WDR Von Ralf Czichowski

3.000 Jahre alte Mumie wieder zurück in Münster

Stand: 08.11.2021, 20:00 Uhr

Nach einer langen Tournee quer durch Japan hat das Archäologische Museum in Münster eines seiner spektakulärsten Ausstellungsstücke zurück: Eine etwa 3.000 Jahre alte Mumie.

Von Ralf Czichowski

Ohne Frage, das Museum in Münster hat einen Star zurück: Einen etwa 3.000 Jahre alten Mann in den besten Jahren. Zwei Jahre lang wanderte die Münster-Mumie als Teil einer großen Ausstellung durch sechs japanische Großstädte. Und die Rückkehr war eindrucksvoll: Doppelt und dreifach war sie für die Rückreise eingepackt worden. Besucherinnen und Besucher können sie schon ab Dienstag wieder bestaunen.

Noch viele Rätsel für die Wissenschaft

Die restaurierte sogenannte Münster-Mumie liegt im Archäologischen Museum der Universität Münster in einer Vitrine.

Der mumifizierte Mann wurde ungefähr 30 Jahre alt

Die Mumie und der Sarkophag aus dem alten Theben haben noch lange nicht alle Geheimnisse preisgegeben. So rätselte die Wissenschaft lange darüber, wie Mumie und Sarg zusammenfanden. Immerhin ist der Sarg rund 150 Jahre älter als die einbalsamierte Leiche des etwa 30-jährigen Mannes. Waren hier damals windige Antiquitätenhändler am Werk, die irgendetwas zusammenpfuschten, um es besser zu verkaufen? So schien es zunächst.

Wer ist der Tote?

Jetzt aber ist eine neue These im Raum: eine Art altägyptische Nachhaltigkeit. Der Sarg wurde für die Totenzeremonien verwendet, aber nicht mit den Mumien beerdigt, sondern wieder und wieder verwendet. Bis der Sarg auf seinen jetzigen Inhaber traf. Bei dem Verstorbenen muss es sich um eine höher gestellte Persönlichkeit gehandelt haben. Wer und was dieser Mann aber genau war, das bleibt bislang sein Geheimnis.

Jahrzehntelang im Depot

Die Mumie hatte vor ihrer Restaurierung jahrzehntelang im Depot des Museums geschlummert, zuvor war sie im Besitz eines Gymnasiums in Mülheim gewesen. Das Archäologie-Museum in Münster hatte sie vor drei Jahren erstmals ausgestellt.